"Bonner Orte. Anders. Sehen."

Bürger- und lebensnahe Stadtplanung im Fokus der Experten

Die Organisatoren von "Bonner Orte, Anders. Sehen." haben die öffentliche Ringvorlesung bewusst als Anti-Elfenbeinturm-Projekt konzipiert. Foto: Barbara Frommann

Seit Anfang April läuft die öffentliche Ringvorlesung "Bonner Orte. Anders. Sehen." der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, die in der ehemaligen Bundeshauptstadt ansässig ist. Die Vortragsreihe ist explizit als Anti-Elfenbeinturmprojekt konzipiert und beschäftigt sich besonders lebensnah mit künftigen architektonischen Aufgaben der Stadt am Rhein. Nachdem im April bereits zwei Termine im Frankenbad und in der Straßenbahnlinie 18 stattgefunden haben, stehen im Mai und Juni noch zwei weitere Termine aus: "Immovielien - Immobilien von vielen für viele" sowie "Rheinufergeschichten".

Die Vorlesung "Immovielien" - benannt nach Orten, die neue Arbeit schaffen oder kooperatives Handeln der Bürger begünstigen - wird am 30. Mai in den Räumlichkeiten der Montag Stiftung für Urbane Räume gehalten werden. Im Mittelpunkt sollen Bau- und Renovierungsprojekte stehen, die einerseits dem Gemeinwohl in Nachbarschaften dienen und andererseits die Gestaltung ihrer Städte mitprägen. Oliver Brügge, Vorstand der gastgebenden Stiftung, wird einen Einblick darin geben, wie die Institution solche Initiativen konkret unterstützt. Gastreferent Henry Beierlorzer wird darüber berichten, wie die Stiftung in Krefeld eine eigene "Immovielie" entwickelt hat.

Zum Abschluss der Ringvorlesung am 21. Juni werden im Bonner Rheinpavillon "Rheinufergeschichten" erzählt. Der Münchner Architekt Thomas Sieverts und der Leiter des Fachbereichs Architektur an der Alanus Hochschule, Benedikt Stahl, werden dabei die Wortführer sein. "Wir möchten Orte am Rhein betrachten: Was funktioniert in anderen Städten und was nicht?," so der Alanus-Professor. Der Ansatz lebens- und bürgernaher Stadtplanung ist den Organisatoren bei allen Terminen der Ringvorlesung besonders wichtig, wie Stahl weiter ausführt: "Wenn ich Stadtplanung mache und nicht darüber nachdenke, wie man die Räume lebendig nutzen und erleben kann, dann ist es keine gute Stadtplanung."

hb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2017 .

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