77. Frankfurter Buchmesse 2025 – Ehrengast Philippinen

"Phantasie beseelt die Luft"

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Das Motto des Ehrengastlandes wurde diesmal auch zum inoffiziellen Leitthema der Frankfurter Buchmesse vom 15. bis 19. Oktober insgesamt. Während "KI" unser Leben und damit auch die Buchwelt zu dominieren beginnt, bleibt dennoch die Erkenntnis, dass nur der Mensch in der Lage ist, Geschichten zu erdenken und zu reflektieren, mit Erzählungen, Romanen bis hin zu Sach- und Fachbüchern. Denn ohne Ausgangsmaterial, mit dem jede "KI" gefüttert werden muss, gibt es auch keine Resultate.
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Abb. 1: Eine von sieben "Inseln" im Gastlandpavillon der Philippinen diente als Podium für Lesungen, Diskussionen und Talkrunden, eine zweite für Musikdarbietungen und Veranstaltungen. Die Inseln mit der nationalen Literatur lagen hingegen nur wenige Zentimeter über dem Fußbodenniveau ringsum. Sie symbolisierten die Gefahren durch den Anstieg des Meeresspiegels, als Folge des Klimawandels. Foto: Thomas Herrgen

Das dabei auftretende Urheberrechtsproblem thematisierte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bei der Eröffnungsfeier. Phantasie, Gedanken und Urheberrechte dürften nicht zum Steinbruch für "KI" werden, aus dem sich jede:r kostenfrei bedient. Hier brauche es künftig und schon sehr bald klare rechtliche Regelungen.

Gastlandpavillon – Inseln für Bücher

Die Philippinen sind mit 7641 Inseln (ca. 880 davon bewohnt) und rund 110 Millionen Einwohner:innen einer der größten Staaten im Pazifik und verteilen sich auf eine Fläche (inklusive Wasser) von mehr als 300.000 Quadratkilometer. Das Land ist einerseits sehr homogen, bedingt auch durch seine lange Kolonialgeschichte, andererseits multiethnisch und vielfältig.

300 Jahre lang bestimmten die Spanier Politik und Kultur, bis 1896 eine Revolution die erste Unabhängigkeit brachte. Doch schon ab 1901 herrschten die US-Amerikaner wie eine Kolonialmacht und hinterließen vor allem ihre Sprache. Nach der japanischen Besetzung im Zweiten Weltkrieg wurden die Philippinen 1946 endgültig unabhängig.

Aus der spanischen Kolonialzeit blieben viele Bauten und der Katholizismus, aber auch eine Kulturlandschaft mit Teeplantagen und Reisterrassen. Sie fügt sich optisch in die Naturlandschaft ein, die aus etwa 70 Prozent Tropischem Regenwald besteht. So hat das Land eine sehr wichtige Rolle als Sauerstoffproduzent, ist andererseits aber von den Folgen des Klimawandels (Anstieg Meeresspiegel) mit am stärksten betroffen.

Der schlichte Gastlandpavillon nahm darauf Bezug. Sieben "Inseln", nur wenige Zentimeter über Fußbodenniveau, präsentierten innerhalb der ansonsten großen freien Fläche die Literatur des Landes. Neben ausgestellten Büchern gab es auch eine Insel über Künstler:innen, eine Arena etwa für musikalische Darbietungen und ein Podium/Auditorium für Lesungen und Diskussionen.

Auf den Philippinen werden mehr als 130 Regionalsprachen gesprochen. Amtssprache ist heute Filipino, das aus der wichtigsten Einzelsprache Tagalog (sprechen 28 %) hervorging. Außerdem ist Spanisch immer noch gebräuchlich, aber vor allem Englisch. Hinzu kommt die zusammengesetzte Kunstsprache Tagalog English oder "Tagalenglish".

Die meisten Ausgaben zur Buchmesse wurden in Englisch präsentiert. Für die direkte Übersetzung von Filipino ins Deutsche gibt es derzeit nur eine Übersetzerin, die Schweizer Schriftstellerin Annette Hug. Die meiste Literatur wird aber zuerst ins Englische und dann auf deutsch übersetzt.

Die präsentierten "grünen" Buchtitel des Ehrengastes sind geprägt von beeindruckenden Landschaftsbildbänden, Literatur über (Abenteuer-)Reisen sowie von Nutzpflanzen, die mit oder ohne Fleisch zu köstlichen Gerichten werden. Kochbücher haben circa 25 Prozent aller Sachbuchtitel ausgemacht. Reiseführer gibt es auch in Deutsch und sie alle machen klar, dass die Philippinen mit ihren Wasserflächen, den Stränden, Palmen und Wäldern ein ganz großer Garten/Park schlechthin sind.

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Abb. 2: Als Inselstaat leben die Philippinen in engem Kontakt zum Meer; Glücksfall (Tourismus) und Bedrohung (Klimawandel) zugleich. Die KI-generierten und mit Ton hinterlegten Filmspots im Gastlandpavillon verdeutlichten nicht nur diese Aspekte, sondern auch die "fließenden Gedanken", die die philippinische Literatur mit ihren Büchern transportiert. Foto: Thomas Herrgen
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Abb. 3: Die Literatur der Philippinen im Bereich Sachbücher war im Gastlandpavillon von prächtigen Bildbänden über das Inselreich geprägt, mit Bergen, Reisterrassen, Teeplantagen und exotischen Gärten. Hinzu kamen sehr viele Kochbücher die zeigten, wie die lokalen Nutzpflanzen des Landes zu farbenfrohen Speisen verarbeitet werden können. Foto: Thomas Herrgen

Buchmesse in Grün

Auch die Verlage der grünen Branche hatten einen großen Fokus auf DIY-Garten, Nutzpflanzen, Selbstversorgung und Kochen. Das Thema Insekten ist etwas zurückgetreten und auch zum Klimawandel waren nur noch wenige neue Titel zu verzeichnen. Bildbände zur Landschaftsarchitektur mit Plänen, vielen Fotos zu Stadtgestaltung und gutem Design kamen hinzu. Traditionell sind hier Schweizer und koreanische Verlage tonangebend.

Nach der Teil-Legalisierung von Hanf 2024, damals mit vielen Titeln über den Cannabis-Anbau und dessen Verarbeitung, war 2025 nur noch ein neues Buch zum Thema sichtbar "101 Gründe Cannabis zu lieben" im Nachtschatten Verlag (CH-Solothurn), der sich mit Wirkung, Kultur und Geschichte der Pflanze beschäftigt. Neue Bücher über (Speise-)Pilze – ganz ohne psychedelische Wirkungen – und ihre Verarbeitung, über Kräuter- und Heilpflanzen, wie sogar Blätter und Nadeln von Gehölzen zu Nahrung gemacht werden, oder dass es "queeres" Leben auch bei Tieren und Pflanzen gibt, kamen hinzu.

Ein ganz großer Trend auf der Buchmesse waren jedoch Titel über (Nutz-) Pflanzen in Hochbeeten und Pflanzkübeln/-töpfen. Denn der Platz in den Städten wird immer weniger und enger, das Thema Garten verlagert sich dann auf Terrasse und Balkon. Mindestens ein Dutzend neue Bücher thematisierten diesen Konflikt mit einfallsreichen Ideen zum Nachbauen und Selbstanpflanzen.

In der Gesamtschau blieb zu konstatieren, dass die Zahl der bei der Buchmesse vertretenen "grünen" Verlage kleiner wird. Und wer noch kommt, hat einen kleineren Stand als zuletzt und/oder ein reduziertes Titelangebot dabei, oder nur noch ein Regal an einem Gemeinschaftsstand, ohne Personal. Werbung und Vertrieb verlagern sich zunehmend in das Internet und die Messepräsenz ist eher ein "Muss" oder hat Prestigegründe.

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Abb. 4: Wenn Flächen in der Stadt durch die notwendige Bautätigkeit (z. B. Wohnen) immer knapper werden, rücken Fassaden und Dächer bestehender und neuer Gebäude zunehmend in den Fokus. Der Titel "Unser blühendes Dach" erklärt, wie auch kleine und kleinste Flächen, mit und ohne Solarpanels begrünt werden können, mit baulichen Anleitungen und Hilfestellungen sowie beispielhaften Pflanzenlisten. [pala Verlag, Darmstadt] Foto: Thomas Herrgen
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Abb. 5: In Zeiten von Hektik, Schnelllebigkeit, Krisen und Katastrophen ist es wichtig, einen Ruhepol zu haben, wie etwa einen Garten. Staudenbeet statt Smartphone, Blumen statt TV oder Ernte statt Terminkalender, ein "Slow living Garden" sei inspirierend, nachhaltig und sorge bei Garteninhaber:innen für Achtsamkeit gegenüber der Natur, aber auch für sich selbst. Ein Buch zum "Herunterkommen". Der Gräfe und Unzer Verlag feiert 2025 sein 300-jähriges Bestehen und hat eine ganze Reihe neuer Gartenbücher herausgebracht. [G|U Verlag, München]. Foto: Thomas Herrgen

Ratgeber, Selbermachen

Die große Zahl neuer Titel zu Nutzgärten, DIY oder Selbstversorgung verteilt sich auch auf viele Verlage. KOSMOS (Stuttgart) bietet mit "Blumenkohl & Rock'n Roll" (Anja Klein) den Einstieg in das Gärtnern mit Spaß, neben vielen weiteren guten Titeln des Verlags. Bei G|U (Gräfe und Unzer, München) erklärt Autorin Swetlana Osmers in "Slow living garden" einen Vielfaltgarten, der nachhaltig, achtsam und inspirierend sein kann.

Im Titel "100 Gestaltungsideen für kleine Gärten" (Britta Telahr) geht es darum, den Wohlfühlgarten Schritt für Schritt zu gestalten. Und Autorin Katja Bowles nimmt sich einem etwas vernachlässigten Thema an und schreibt enthusiastisch über "Kleine Vorgarten Paradiese" mit vielen Ideen und Bildbeispielen.

Der DK Verlag (Dorling Kindersley, München) hat über das britische Stammhaus in Zusammenarbeit mit der Royal Horticultural Society (RHS) eine aktualisierte und überarbeitete Ausgabe von "GARTENDESIGN" herausgebracht. Sie richtet sich nicht nur an Hobbygärtner:innen mit Anleitung zum Nachmachen, sondern liefert mit hervorragenden Fotos und Plänen gute Beispiele für Landschaftsarchitekt:innen im Alltag.

Die Edition Michael Fischer (EMF, Igling) hat eine kleine Gartenecke im Verlag. Die Neuerscheinung "Lasst uns Beeten" von Landschaftsarchitektin Alexandra Lehne und 15 Bloggerinnen zeigt nicht nur, wie dieses Buch durch einen Aufruf im Internet entstand, sondern welche Vielfalt an bepflanzten Beeten für alle denkbaren Orte dabei herauskam.

Der Eugen Ulmer Verlag (Stuttgart) brachte zu den Messetrends gleich mehrere Titel heraus. "Mein Garten wächst im Topf" (Annette Lepple), "Biene sucht Balkon" (Anne und Manfred Carsten) oder "Balkon ist, was Du draus machst" (Torsten Brämer, Rüdiger Ramme) zeigen gute Beispiele für kleine und kleinste Freiräume. In "Mein Heilpflanzen Hochbeet" (Renate Hudak, Harald Harazim) wird erklärt, wie sich eine eigene Apotheke clever planen lässt, um damit reich zu ernten, gesund zu bleiben oder es zu werden.

Ein sehr wichtiges Thema greift der pala Verlag (Darmstadt) im Titel "Unser blühendes Dach" (Brigitte Kleinod, Friedhelm Strickler) auf. Es geht um Beispiele für naturnahe Dachbegrünung, mit und ohne Solaranlage, für mehr Biodiversität und Klimaschutz mit Erfahrungen und Anleitungen für die Praxis. Es richtet sich primär an private Hausherren.

Und bei ökobuch (Rastede) wird dargelegt, wie "Der Gartenteich als grüne Oase" (Angela und Wolfram Kircher) in jeder Randzone bis zum offenen Wasser bepflanzt werden kann, mit Listen und schönen Bildern fertiger Objekte. Auch Verlagsneugründungen gibt es noch. So war plantvs erstmals bei der Messe vertreten, bewarb die Übersetzung "Pastorale Gärten" (Clare Foster, Andrew Montgomery) und kündigte weitere Titel an.

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Abb. 6: Die allermeisten Sach- und Fachbücher der "grünen" Verlage aus den D-A-CH Ländern waren in der großen Messehalle 3 auf zwei Ebenen zu finden. An den beiden Fachbesuchertagen (im Bild Eröffnungstag) waren die Menschenmengen noch überschaubar. Insgesamt war die Messe erneut besser besucht (238.000 Eintritte) als im Vorjahr, die Zahlen der Vor-Corona-Zeit (~400.000) bleiben jedoch unerreicht. Tickets gibt es nur noch online und je Tag galt eine Besucherobergrenze, um Staus an den Kassen zu vermeiden, aber auch vorsorglich aus pandemischen Gründen. Foto: Thomas Herrgen
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Abb. 8: Die Rose ist und bleibt eine immer beliebte Pflanze und ein Motiv für Kalender und Bücher, auch international. Dieser französische Band beschäftigt sich mit dem Duft der alten Gärten bis zu den Geheimnissen zeitgenössischer Laboratorien – die erstaunliche Geschichte der Rose als Spiegel unserer Zivilisation. Es erzählt auch von Gärtnern, floralen Schönheitswettbewerben, Geschmacksveränderungen und den Versprechungen der Biotechnologie. „Am Schnittpunkt von Botanik, Geschichte, Kunst und Poesie ist dieses Buch ein fesselnder, wissenschaftlicher und lebendiger Bericht über das Symbol der Blumen“, so der Verlag. [Verlag Delachaux et Niestlé, Französische Ausgabe, EUR 50,–] Foto: Thomas Herrgen
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Abb. 7: In Wien gilt der siebente Bezirk als "das" Stadtlabor schlechthin, trotzdem fehlte es bislang an Publikationen dazu. Der böhlau Verlag (A-Wien) liefert mit "Wien7_Neubau" (Martin Heintel, Hg.) nun eine große Sammlung im Kontext von Klimaanpassung und Beteiligung bei Wohnen, Freiraum, Spiel und Grün; methodisch und inhaltlich beispielgebend auch für andere (Groß-)Städte.[Verlag böhlau, Deutsche Ausgabe, EUR 50,–] Foto: Thomas Herrgen

Internationale Sachbücher

In den Nachbarländern Österreich und Schweiz erschienen beachtlich viele neue Titel zu grünen Themen. So verspricht Autorin Pia Eis im Löwenzahn Verlag (A-Innsbruck) "Die Slow Gardening-Revolution". Denn der Saisonkalender sei überflüssig und allein mit Naturbeobachtungen könne man ganz entspannt gärtnern.

Der Haupt-Verlag (CH-Bern) stellte in quietsch-buntem Cover den Titel "Queer" (Josh L. Davis) vor, um zu zeigen, dass es auch bei Tieren und Pflanzen viele Geschlechter, Lebensweisen und Fortpflanzungsmechanismen gibt, die Forschende anfangs zum Erstaunen brachten.

Archiworld Publishers (KO-Seoul) hat sein neues Compendium zur Landschaftsarchitektur (Koreanisch, Englisch) vorgestellt. "Theme II" ist ein zweiteiliger Band im Schuber, der sachlich geordnete Projekte (Architektur, Freiraum) rund um den Globus zeigt. Die Edition Hochparterre (CH-Zürich) brachte den neuen Architekturführer, diesmal zu Winterthur heraus, der wieder die Freiräume miteinbezieht.

Die Jahresschrift anthos beschäftigt sich in No. 5/2025 mit "Transformation" in der Landschaftsarchitektur. Reich bebilderte Gartenbücher unter anderem aus Großbritannien (z. B. Thames & Hudson), Frankreich (z. B. Delachaux & Niestlé) oder Italien, in der jeweiligen Landessprache und Kalender komplettierten das große Angebot.

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Abb. 9: Beim Kalenderpreis des Deutschen Buchhandels waren unter den mehr als 200 Einreichungen erneut viele Gartenkalender vertreten, so auch "Magische Gärten" im Hochglanzdruck mit traditionellen bis romantischen Bildbeispielen Monat für Monat. Andere Kalender thematisierten auch Rosen, Obst oder Nutzpflanzen, teilweise als Wochen- oder Tageskalender in verschiedenen Formaten.[Korsch Verlag, Gilching, EUR 22,99] Foto: Thomas Herrgen
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Abb. 10: Auch beim jährlichen Buchpreis zum "Architectural Book Award", den die Frankfurter Buchmesse und das Deutsche Architekturmuseum gemeinsam vergeben, waren Fachbücher der Landschaftsarchitektur vertreten und erfolgreich. Bei 258 Einsendungen insgesamt, die gesichtet, gelesen und bewertet wurden, gab es eine Shortlist und zehn gleichrangige undotierte Ehrungen. Zu den Preisträgern gehört auch der Schweizer Titel "Grüne Dächer", der sich mit den Anfängen und der Historie des Themas beschäftigt, aber auch zeitgenössische Planung und Gestaltung von Dachbegrünungen unter die Lupe nimmt. Spannend und lehrreich![Edition Hochparterre, CH-Zürich, Deutsche Ausgabe, CHF 49,–] Foto: Thomas Herrgen

DAM mit (Landschafts-)Architektur

Beim jährlichen "DAM Architectural Book Award", den die Buchmesse und das Deutsche Architektur Museum als undotierte Auszeichnung verleihen, gibt es jeweils zehn gleichrangige Gewinner. 2025 war der renommierte Verlag park books (CH-Zürich) mit "Jaretti & Luzi, Wohnbauten in Turin 1954–1974" (Hg. Bernd Schmutz, Dominik Fiederling) erfolgreich. Neben der Architektur selbst wird hier auf Dachterrassen, begrünte Balkone und das bepflanzte Stadtumfeld eingegangen. Ein Buch (deutsche Übersetzung), das Laune macht.

Ein weiteres Gewinnerbuch ist "Grüne Dächer – Geschichte, Planung, Gestaltung" (Stephan Brenneisen Hg., Jonas Frei) aus der Edition Hochparterre. Es zeigt eine historische Rückschau zur Dachbegrünung, aber vor allem gute zeitgenössische Beispiele der Schweiz im Kontext zu Klimawandel und Biodiversität. Lehrreich und einfach sehr gut gemacht!

Unter dem Titel "SULOG" (Strömung) zeigt das DAM außerdem schon seit Ende September Philippinische Architektur, Gärten und Freiräume. Nachhaltige Baumaterialien wie Bambus, Schilf, Bast, Naturstein, Zeltstoffe, aber auch Klinker und Beton werden zu beeindruckenden Bauten in traumhafter Kulisse, mit Palmen, tropischen Gehölzen, Wasser und Blütenpflanzen. Die sehenswerte Ausstellung läuft noch bis 18. Januar 2026 im frisch renovierten DAM in Frankfurt am Main.

Bilanz

Insgesamt 4350 Aussteller (Vj.: 4300) aus der ganzen Welt präsentierten 238.000 Messebesucher:innen (Vj.: 230.000) ihre Verlagsprogramme. Rund 7800 Journalist:innen (Vj.: 7500) berichteten über die weltgrößte Messe dieser Art. Die nächste Frankfurter Buchmesse findet eine Woche früher vom 7. bis 11. Oktober 2026 statt. Ehrengastland wird dann Tschechien sein.


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Dipl.-Ing.(FH) Thomas Herrgen
Autor

Landschaftsarchitekt

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