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Allee des Jahres 2019 stammt aus dem Landkreis Rostock

"Das Licht fällt auf den Nebel und gibt der morgendlichen Stimmung in dieser alten Allee einen ganz besonderen Zauber", urteilte die Jury über das Gewinnermotiv. Foto: Heidi Sprenger/BUND

Das diesjährige Gewinnermotiv des Fotowettbewerbs "Allee des Jahres" stammt wie bereits 2016 und 2018 aus Ostdeutschland: Im Landkreis Rostock hat Heidi Sprenger die "Rosskastanien-Allee von Eickelberg nach Eickhof im Frühnebel" abgelichtet, deren Anmutung die Jury des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von Grund auf überzeugte.

Die mecklenburgische Allee, die sich über etwa 5 Kilometer erstreckt, stach auch wegen ihrer gelungenen Inszenierung aus den über 252 eingesandten Beiträgen hervor, wie die Jury ausführte: "Das Licht fällt auf den Nebel und gibt der morgendlichen Stimmung in dieser alten Allee einen ganz besonderen Zauber." Zwar wird das Bild durch diese nahezu märchenhafte Atmosphäre formvollendet, doch letztlich stehen die Bäume selbst im Mittelpunkt des Lobes: "Dicht stehen die Baumstämme und die Kronen, bilden ein geschlossenes Blätterdach über dem Kopfsteinpflaster. Nicht nur die Rosskastanien mit ihren wunderschönen Blüten, auch der Wegesrand bietet Nahrung und Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel und Kleintiere."

Während die BUND-Juroren das morgendliche Farbspiel einerseits und die Allee als Hort der biologischen Vielfalt andererseits betonen, ist es für die siegreiche Fotografin vor allem der markant-altehrwürdige Charakter der Kastanienreihe, der ihren Charme begründet. "Die Bäume sehen teilweise sehr knorrig aus und haben dicke Knollen. Besonders im Mai sind die Kastanien mit ihren Blüten sehr schön", so Sprenger. In einen größeren Zusammenhang stellt das Bild die BUND-Alleenexpertin Katharina Dujesiefken, indem sie den Aspekt des Altehrwürdigen noch näher beleuchtet: "Diese Allee ist zum Glück noch nicht Opfer einer Asphaltierung geworden. Mit ihrer Kopfsteinpflasterstraße ist die Kastanienallee ein besonders wertvolles Kulturgut und ein Anziehungspunkt für Einheimische und Touristen."

Die prämierte Baumstraße sei für das ländliche Mecklenburg zwar bis zu einem gewissen Grad repräsentativ, doch wäre es ein Trugschluss zu glauben, dass die natürliche Idylle ungefährdet sei. Im Gegenteil: "Der Erhalt der Alleenlandschaft ist nicht selbstverständlich", mahnt Dujesiefken. "Städte und Gemeinden rufen wir zum Schutz und zur Pflege der Alleebäume als besondere Landschaftselemente auf." hb

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Pro Baum 04/2019 .

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