Arbeitsalltag in der Pandemie

Das bestimmende Thema "Corona" hat uns und die Welt noch immer im Griff. Die Baumpflege ist zwar nicht so direkt betroffen, wer aber mit Kommunen im Geschäft ist, spürt doch, dass die Uhren wegen Homeoffice anders schlagen. Gerade bei der Abnahme wird das spürbar, verspäte Abnahmen bedeuten immer auch eine Liquiditätsverschleppung. Dennoch scheint die praktische Baumpflege trotz des Lockdowns recht gut über die Runden zu kommen. Viele Mitglieder berichten gar von übervollen Auftragsbüchern. Die Sachverständigen sind nach wie vor gut im Geschäft, gerade Baum und Bau sowie Umweltbaubegleitung hat sich als zentrale Aufgabe etabliert.

Auch die Schulen haben in Bayern unter Hygieneauflagen wieder den Betrieb aufgenommen. Das Hochfahren solcher Strukturen ist gar nicht so einfach, auch haben nicht alle Fortbildungswütigen sofort Zeit. Die Novellierung des Fachagrarwirts für Baumpflege ist abgeschlossen. Der Rahmenlehrplan hinkt noch etwas hinterher, ist aber beim Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) in der Umsetzung. Bei der Nürnberger Schule ist ein kompletter Kurs aus 2020 nicht von der zuständigen Stelle geprüft worden, da keine Prüfungstermine benannt worden sind. Mit dem laufenden Kurs werden nun im Herbst 60 bis 80 neue Baum-Fachagrarwirte mit dem Abschluss Bachelor of Practice zur Prüfung eilen wollen. Eine Herausforderung für zuständige Stellen. Der Bedarf an Facharbeitern ist in der Baumpflege nach wie vor hoch, eher steigend. Nur scheinen sich die wenigen Prüfungsstellen nicht entsprechend der aktuellen Prüfungsnachfrage aufzustellen.

In der Ausbildung zum Landschaftsgärtner wird aktuell auch über eine Ausbildungsnovellierung nachgedacht. Die öffentliche Wahrnehmung des urbanen Baumes, die damit verbundenen Aufgaben und in der Folge das Ansehen des Baumpflegers, ist in der Gesellschaft angekommen. Dabei wird diskutiert, ob der Landschaftsgärtner-Auszubildende eine Fachausbildung zum Baumpfleger erhält oder sich innerhalb der bestehenden Ausbildung dem Thema Baum lediglich spezieller und intensiver widmet. Seine Baumfachabschlüsse sollte er dann dazu oder nach der Ausbildung einholen (ETW, ETT, GFB).

Die Ausbildungsmöglichkeiten zum Baumpfleger werden nun ein wenig unübersichtlich. Im Hinblick auf die notwendigen Qualifikationen und Aufgabenverteilung bedarf es demnächst einer gesonderten Gebrauchsanleitung, der sich der BAHÖ gerne annimmt.

Der BAHÖ hatte am 26.01.2021 zu einer Mitgliederversammlung unter der Leitung des Präsidenten Bodo Siegert geladen. In der Mitgliederversammlung wurden Satzungsänderungen beschlossen. Das Wichtigste ist, dass die Verbandsverwaltung um rasch reagieren zu können und auch aus Kostengründen, nach Prackenfels geholt wurde. Tobias Eder, der die Verbandsverwaltung innehatte, scheidet aus. Sobald die Verbandsdaten übergeben sind, werden alle Mitglieder informiert und neue Ansprechpartner benannt. Damit wird eine ständige Erreichbarkeit der Verbandsverwaltung ermöglicht, auch können so Probleme und Aktionen zeitnah bearbeitet werden.

Im weiteren Fokus der Verbandsverwaltung liegt die Planung einer BAHÖ-Mitgliederversammlung mit Fortbildung. Bis dahin wird der Baumpflegefachbetrieb überarbeitet und deutlich einfacher gestaltet, sodass die Möglichkeit zur Zertifikatserwerbung Baumpflegefachbetrieb für fast alle unternehmerisch tätigen Mitglieder erfolgt.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe ProBaum 01/2021 .

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