DGGL
Arbeitsgruppe "Grünes Nachkriegserbe" auf Exkursion in Wien
von: Dr.- Ing. Christian Hlavac
Im Fokus standen Wiener Grün- und Freiräume der 1950er bis 1970er Jahre. Unter anderem waren kommunale Wohnhausanlagen mit ihren Kinderspielplastiken, die Gelände ehemaliger Internationaler Gartenschauen, die Reste eines Blindengartens und das in den 1950er Jahren komplett erneuerte Strandbad Gänsehäufel Ziele der Exkursion.
Eine große Überraschung bestand darin, dass der 80-jährige Garten- und Landschaftsarchitekt Werner Kappes aus Hessen zur Exkursion in den Kurpark Oberlaa (Gelände der einstigen Wiener Internationalen Gartenschau 1974) anreiste. Der einstige Bauleiter der Gartenschau konnte anschaulich von den Planungsarbeiten berichten. Gemeinsam mit seiner Frau Eva (geborene Hanke) war er in den frühen 1970er Jahren mehr als drei Jahre in Wien an der Umsetzung der Planung seines Schwiegervaters Erich Hanke und dessen Landschaftsarchitekturbüro in Sulzbach am Taunus beteiligt.
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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer würdigten die große Anzahl an Grünanlagen aus den 1950er bis 1970er Jahren, die zum einem Teil gut, zum anderen Teil noch kaum erforscht sind. Diese Forschung und eine Öffentlichkeitsarbeit für das "grüne Nachkriegserbe" sind wichtig, um die Hauptursache für das Verschwinden zahlreicher qualitativ hochwertiger Anlagen aus dieser Zeitepoche zu beseitigen: die Unkenntnis. Dies zu ändern ist ein wichtiges Ziel der Arbeitsgruppe, deren nächstes Treffen samt mehrtägiger Exkursion für 2025 im Ruhrgebiet geplant ist.
Die im September 2014 gegründete Arbeitsgruppe "Grünes Nachkriegserbe" als Teil des DGGL-Arbeitskreises "Historische Gärten" steht allen Fachleuten offen, die am Erhalt von Freiflächen dieser Zeitepoche interessiert und zur Mitarbeit bereit sind. Interessenten wenden sich bitte an einen der drei Sprecher der Arbeitsgruppe (https://t1p.de/70aod).
Dr. Christian Hlavac












