Düsseldorfer Friedhöfe im Wandel der Zeit am Beispiel Nordfriedhof

Belebte Friedhöfe

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1 Historisches Grabmal auf dem Nordfriedhof. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Von jeher sind Friedhöfe Orte mit vielschichtiger Bedeutung: letzte Ruhestätte der Verstorbenen, Ort des Gedenkens, der Erinnerung und der Einkehr, Grünflächen mit ökologischen Funktionen und Raum für Erholung. Bestattungskultur ist immer im Wandel. Anhand vor- und frühgeschichtlicher, antiker oder auch mittelalterlicher Befunde zeigt sich neben seuchenhygienischen auch der kulturelle Aspekt der Beerdigung. Auch in der Gegenwart wandeln sich die Kultur und die Einstellung zu Tod und Trauer. Dabei verschieben sich auch die Bedeutungen der Friedhöfe.

Grundlagen für die Arbeit der Friedhofsverwaltung in Düsseldorf bilden das Bestattungsgesetz NRW sowie die Satzung für die Friedhöfe und für die Feuerbestattungsanlage der Landeshauptstadt Düsseldorf (Friedhofssatzung). In der Friedhofssatzung wird der Friedhofszweck der städtischen Friedhöfe in Düsseldorf verbindlich normiert. "Friedhöfe dienen der würdigen Bestattung Verstorbener und bieten den Hinterbliebenen einen Ort der Besinnung.

Die parkähnliche Gestaltung der Friedhöfe und ihre Pflege sind Ausdruck der Bestattungskultur der jeweiligen Epoche. Sie geben Zeugnis der Geschichte und Entwicklung unserer Stadt. Darüber hinaus erfüllen sie wichtige ökologische Funktionen. Sie tragen zur Verbesserung des Stadtklimas bei und stellen einen erheblichen Erholungswert für die Bevölkerung dar" (§ 2 Abs. 2). Friedhöfe sind also wesentlich mehr als Beisetzungsort, sie sind Orte der Lebenden und sie besitzen wichtige ökologische Funktionen inmitten einer dicht besiedelten Stadt.

2 Gräber im historischen Teil des Nordfriedhofs. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

3 Eduard Hoppe: Entwurf für den Friedhof hinter dem Tannenwäldchen. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

4 Nicht mehr dicht belegte Grabfelder. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

Die kommunalen Friedhöfe in Düsseldorf bieten eine große Bandbreite an Bestattungsarten und Gestaltungsformen an. Eingelassen in eine parkartige Gestaltung finden sich sehr moderne, mit Skulpturen versehene Grabstätten ebenso wie historische, opulent ausgestaltete Familiengräber namhafter Industrieller. Die Kapellen stammen meist von Ende des 19. Jahrhunderts oder Beginn des 20. Jahrhunderts und stehen zum Teil unter Denkmalschutz.

Neben den Grabstätten mit Strahlkraft bilden aber viele einfachere Familiensarggrabstätten klassischer Art den optischen Schwerpunkt auf den Friedhöfen. Darüber hinaus prägen besonders und zunehmend pflegefreie Grabstätten wie die Rasengräber auf dem Friedhof Stoffeln das Bild der Düsseldorfer Friedhöfe. Als dauerhaftes Zeugnis von Tod und Leid dienen die Kriegsgräberanlagen für den 1. und 2. Weltkrieg auf zahlreichen Friedhöfen.

Die Annäherung soll beispielhaft für den Nordfriedhof fortgeführt werden. Der Nordfriedhof als größter Düsseldorfer Friedhof prägt mit seiner Gestalt das Bild eines parkartigen Friedhofes. Hier finden sich besonders viele große, historische Grabanlagen mit teilweise 16 Stellen und mehr. Diese Anlagen sind in eine weitläufige, auf einer natürlichen Sanddüne angelegten Parkanlage eingebettet.

Neben großen Grabsteinen, die teilweise Portalcharakter besitzen, prägen auch Einfriedungen aus gusseisernen Ketten diesen Friedhofsteil, den die Düsseldorfer "Millionenhügel" nennen. Dort liegen die Grabstätten zahlreicher Industriellenfamilien, die für die Stadtentwicklung Düsseldorfs prägend waren: Haniel, Zapp, Poensgen, um nur einige zu nennen. Zu erwähnen sind auch einige Mausoleen auf dem Nordfriedhof. Der überwiegende Teil der Grabstätten bilden aber auch hier klassische, einfach gehaltene Wahlgräber.

Der Friedhof und seine Bedeutung für Stadtgeschichte und Kultur wird jährlich an Allerheiligen mittels einer Illumination des historischen Eingangsbereiches und ausgewählter Grabstätten erfolgreich der Öffentlichkeit vorgestellt. Die ökologische Prägung der Friedhöfe wird auch durch den alten Baumbestand deutlich.

Der Beitrag der Bäume für den CO2- Haushalt und das Stadtklima werden immer bedeutender. Daneben bevölkern zahlreiche Bienenvölker Düsseldorfer Imker die Friedhöfe. Hier werden vermehrt insektenfreundliche Blumenwiesen angelegt, um dem Bienen- und Insektensterben vorzubeugen. Der Nordfriedhof ist, wie die anderen Begräbnisorte auch, Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten. Die andere Seite des Nordfriedhofs: weite Rasenflächen mit vereinzelten Sarggräbern, aufgelassene Bereiche ohne jegliches Grab, einsamer Blumenschmuck auf der Wiese.

Erkennbar ist auch der Nutzungsdruck in einer dicht besiedelten Stadt mit wachsender Einwohnerzahl. Sinnbildlich wird dies durch die neue Konzernzentrale eines großen Kosmetikherstellers deutlich, die in den letzten Jahren in unmittelbarer Nähe zum Nordfriedhof in die Höhe gewachsen ist.

Entwicklung (des Nordfriedhofs)

Der Nordfriedhof wurde geplant, da der bisherige Golzheimer Friedhof an seine Grenzen gelangte. Im Juli 1882 beschlossen die Düsseldorfer Stadtverordneten einen Ideenwettbewerb für einen neuen Friedhof "Hinter dem Tannenwäldchen". Eduard Hoppe aus Pankow gewann mit seinem Entwurf "Alles Gelernte hilft zum Leben." Prägend ist eine Kernzone im Bereich des Haupteingangs in Anlehnung an französische Stilelemente. Kapelle, Leichenhalle und Standort für ein dominierendes Hochkreuz wurden in eine Nord-Süd-Achse gelegt.

Im Eingangsbereich plante Hoppe großzügige Rasenflächen und Blumenbeete. Das Hauptwegenetz dort wurde als Alleen ausgelegt. Das übrige Gelände wurde im Stile eines Landschaftsparks gehalten. Ein Vergleich beispielsweise zum Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg kommt in den Sinn. Eingebettet in die Landschaft waren Grabfelder unterschiedlicher Größe. Für Familien- und Erbbegräbnisse sah Hoppe in exponierter Lage Gräber vor. Dies gelang insbesondere durch die Akzentuierung zweier natürlicher Erhebungen mittels geometrischer Grundrisse, auf dem sogenannten Millionenhügel.

Gebaut wurde der Friedhof hinter dem Tannenwäldchen ab 1883. Am 1. Mai 1884 fand die erste Beerdigung statt. Die Friedhofskapelle hingegen wurde erst in den Jahren 1886 und 1887 im neugotischen Stil errichtet. Als 1904 der Südfriedhof eröffnet wurde, wurde der Friedhof schließlich in Nordfriedhof umbenannt. Ein Jahr später wurde vom alten Golzheimer Friedhof das Hochkreuz zum geplanten Ort auf den Nordfriedhof transloziert. Hintergrund hierfür bildete der Umstand, dass das Kreuz auf dem geschlossenen Golzheimer Friedhof dem Straßenbau im Wege stand.

5 Nordfriedhof 1927. Foto: Vermessungs- und Katasteramt Düsseldorf

6 Nordfriedhof 1958. Foto: Vermessungs- und Katasteramt Düsseldorf

7 Nordfriedhof 2017. Foto: Vermessungs- und Katasteramt Düsseldorf

Im Laufe der Zeit gab es verschiedene Ausbaustufen des Nordfriedhofs, so dass er von ehemals rund 15 Hektar auf nunmehr fast 70 Hektar anwuchs. Auch wurde 1920 am damaligen Rand ein Jüdischer Friedhof errichtet. Heute liegt dieser als eigenständiger Friedhof innerhalb des Nordfriedhofs. Der Friedhofsausbau verlief analog zur Bevölkerungsentwicklung. Während 1885 noch rund 120 000 Menschen in Düsseldorf lebten, waren es 1905 bereits 250 000. Die Einwohnerzahl erhöhte sich weiter und führte 1955 zu einem ersten Höhepunkt von rund 644 000. Nach einem folgenden Abnehmen wächst die Zahl derzeit wieder. 2016 hatte Düsseldorf rund 635 000 Einwohner, 2020 waren es wieder rund 644 000.

Der historische Teil des Nordfriedhofs steht ebenso unter Denkmalschutz wie die Kriegsgräberanlagen für den 1. und den 2. Weltkrieg.

Die Entwicklung des Nordfriedhofs und seiner Einbindung in die Stadtstruktur kann gut anhand von Luftbildern nachvollzogen werden. 1927 lag der Friedhof noch außerhalb der Stadt und es sind viele offene Flächen erkennbar.

1958 hingegen ist der Wiederaufbau nach dem Weltkrieg deutlich erkennbar und der Nordfriedhof ist bereits von der Stadt eingefasst.

Heute ist der Nordfriedhof Teil der Stadt und nicht mehr außerhalb gelegen. Wohn- und Gewerbenutzung sowie innerörtliche und überörtliche Infrastruktur fassen den Friedhof ein. Inmitten dichter Besiedlung und Versiegelung bildet der Nordfriedhof zusammen mit Nordpark und Mahnmalachse eine bedeutsame Grünfläche mit wichtigen ökologischen Funktionen.

Aus der historischen Entwicklung ist aber auch der Wandel erkennbar. Wandel durch eine wachsende Stadt, Wandel durch den Nutzungsdruck, Wandel durch den Klimawandel und Wandel durch ein verändertes Bestattungsverhalten. Um diesem Wandel zu begegnen, hat die Friedhofsverwaltung bereits 2005 mit den Arbeiten an einem Friedhofsentwicklungskonzept begonnen.

Wandel

Es werden seit Jahren Veränderungen in der Bestattungskultur mit deutlichen Auswirkungen auf die Friedhofsflächen wahrgenommen. In diesem Prozess befinden sich nahezu alle Friedhofsträger in Deutschland. In den 1990er-Jahren gab es noch wesentlich höhere Beerdigungszahlen. Friedhöfe mussten ausgebaut und erweitert werden, um die Funktion als Begräbnisort weiter erfüllen zu können. Erkennbar ist aber auch eine deutliche Zunahme von Einäscherungen und somit Urnenbeisetzungen.

Seit 2003 erfolgt in Düsseldorf eine Zunahme pflegefreier und preiswerter Grabarten (Gemeinschaftsgräber). Auch steigt die Zahl an Grabrückgaben. Die Folgen wirken sich auf den Bedarf an Friedhofsflächen aus. Der Flächenbedarf für die Beisetzungen sinkt. Einzelgräber gehen zugunsten von Gemeinschaftsgräbern zurück. Die gerade genannten Folgen bewirken eine mosaikartige Verteilung bestehender Wahlgräber über die Friedhöfe und steigende Kosten für die Pflege der Anlagen. Es werden Flächenüberhänge von 30 bis 34 Prozent prognostiziert. Vor diesem Hintergrund erlangt die Aufstellung eines Friedhofsentwicklungskonzeptes große Bedeutung. Dem Wandel ist durch ein Konzept zu begegnen.

8 Nordfriedhof – Bindungen und Potenziale. Plan: Landeshauptstadt Düsseldorf

9 Nordfriedhof – Zielkonzept. Plan: Landeshauptstadt Düsseldorf

Konzept

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt hat ein mehrstufiges Konzept aus kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen erarbeitet. Aufgrund der langen Laufzeiten von Ruhefristen und Nutzungszeiten ist ein Zeitraum von 30 Jahren gewählt worden.

Als Ziele wurden gewählt: Der Erhalt der 13 kommunalen Friedhöfe, bezahlbare Gebühren, eine möglichst große Vielfalt an Angeboten sowie der Erhalt des parkartigen Charakters der Friedhöfe. Dahinter steht auch die Intention, die Friedhöfe weiter zu beleben und deren Potenziale im Kontext der Stadtstruktur zu heben.

Das Konzept besteht aus den Teilbereichen "Flächen", "Organisation und Bewirtschaftung" sowie "Gebühren". Bezogen auf die Flächen wurden für die sieben größten Friedhöfe folgende Prüffelder und Arbeitsschritte betrachtet:

  • Realnutzung im jeweiligen Friedhofsumfeld
  • Regional- und Stadtplanung (GEP 99, FNP, verbindliche Bauleitplanung)
  • Grün- und Spielflächenversorgung im Quartier
  • Weitere städtebauliche Entwicklung im Umfeld
  • Landschaftsplanung und Ökologie (Freiraum-Informationssystem, GOP, Anteil öffentliches Grün [Bedeutung für die Gebührenkalkulation])
  • Bisherige Entwicklung der Bestattungszahlen
  • Laufzeiten und Belegung der Grabfelder
  • Bestands- und Konfliktanalyse (Bindungen und Potenziale)
  • Ableitung von Entwicklungszielen und Entwicklungsperspektiven
  • Zielkonzept

Für den Nordfriedhof konnte beispielsweise der Nutzungsdruck im Umfeld durch die Stadtentwicklung erkannt werden. Die Rolle dieses Friedhofs als wichtige Grünfläche wird auch künftig bestehen bleiben. Eine Untersuchung der Grün- und Spielflächenversorgung im Quartier hat ergeben, dass es in angrenzenden Bereichen Defizite gibt.

Hinsichtlich der Laufzeiten der Grabstätten und deren Belegung hat die Auswertung gezeigt, dass einerseits viele Grabfelder noch sehr lange laufen, teilweise länger als 2080, andererseits aber auch Felder nur eine geringe Belegungsdichte aufweisen. Beliebte Grabfelder liegen eher in der Nähe zu Friedhofseingängen. Daraus konnte die Erkenntnis gewonnen werden, dass ein bloßes Aufeinanderlegen der Analysedaten zu keinem einheitlichen Ergebnis führen würde. Deshalb wurde die Entscheidung getroffen, für jeden Friedhof individuell Ansätze zu entwickeln, die aus einer Bestands- und Konfliktanalyse (Bindungen und Potenziale) abgeleitet wurde. Entwicklungsziele und -perspektiven bildeten die nächsten Schritte in der Erarbeitung.

Aus diesen Zielen sind dann Zielkonzepte entwickelt und mit den Gewerbetreibenden, den Kirchen und lokalen Bezirksvertretungen erörtert worden. Mittels politischer Beschlüsse wurde dann das Friedhofsentwicklungskonzept für die sieben größten Düsseldorfer Friedhöfe formal beschlossen.

Umsetzung und Belebung

Seit 2014 sind nun bereits Teilschließungen der betroffenen Friedhofsbereiche in Kraft. Hier ist kein Neuerwerb von Nutzungsrechten mehr möglich. Überwiegend werden die frei werdenden Flächen zu sogenannten Friedhofsparks entwickelt. Für wenige Flächen gibt es noch keine konkrete Nutzung in der Zukunft. Für alle betroffenen Friedhöfe sollen nun Umsetzungskonzepte erarbeitet werden. Ziele dabei sind (auch langfristig orientiert) die Schaffung zusammenhängender Flächen, der Rückbau nicht mehr erforderlicher Infrastruktur, die Erarbeitung des Gestaltungskonzeptes "Friedhofspark" sowie die Senkung der Pflegekosten.

10 Illumination Nordfriedhof. Foto: Stefan Süß

11 Blumenwiesen auf dem Südfriedhof. Foto: Landeshauptstadt Düsseldorf

12 Großer Schillerfalter. Foto: Tobias Krause

Die Bedeutung der Friedhöfe als öffentliche Grünflächen wird aufgegriffen, indem die Friedhofsparks der stillen Erholung zugutekommen. Friedhöfe als Orte der Lebenden. Friedhöfe als Orte des Rückzugs aus dem hektischen Alltag, beispielsweise in der Mittagspause. Friedhöfe als Orte der Kommunikation. Die Symbiose all dieser Faktoren trägt dazu bei, dass die Friedhöfe auch künftig besondere Orte im Rahmen der Daseinsvorsorge bilden. Die Generation heute kann den Wandel der Bestattungskultur für Impulse an die nächsten Generationen weitergeben.

Friedhöfe sind und bleiben belebte Orte. Die jährlich stattfindenden Illuminationen des Nordfriedhofs ziehen viele Besucher an. Führungen über die verschiedenen Begräbnisorte sind vielfältig und sprechen breite Bevölkerungsgruppen an. So erfahren die Geführten etwas über die Friedhofsgeschichte, Flora und Fauna oder auch Persönlichkeiten der Stadtgeschichte. Und schließlich belebt auch die Tierwelt die Friedhöfe und entwickelt sich in kleinen Feuchtbiotopen auf diversen Friedhöfen weiter, Bienen sammeln Pollen auf den Wildblumenwiesen und bieten den Imkern auf den Friedhöfen damit die Möglichkeit, feinen Honig zu produzieren.

Friedhöfe sichern durch ihre besondere Funktion und Nutzung vielfältige Habitate für die Tier- und Pflanzenwelt. Es ist Ziel und Verantwortung zugleich, diese zu fördern und zu erhalten.

Im Rahmen eines Pilotprojektes wurden auf drei Friedhöfen insgesamt 15 000 Quadratmeter Rasenfläche in naturnahe Blumenwiesen zur Förderung der biologischen Vielfalt umgewandelt, weitere werden folgen. Diese Flächen unterliegen mittlerweile einer naturnahen Pflege, das bedeutet, dass sie lediglich ein- bis zweimal jährlich gemäht werden. Durch die geringe Mähhäufigkeit und den Abtransport des Mahtguts wird erreicht, dass sich artenreiche Wildblumenbestände etablieren und ausbreiten.

Außerdem hat sich Düsseldorf in den vergangenen Jahren um spezielle Artenschutzmaßnahmen bemüht. So werden auf den Friedhöfen alte und seltene Obstsorten auf Streuobstwiesen gepflanzt, Nistkästen für selten gewordene Vogelarten installiert und durch aufgeschichtetes Stammholz weitere ökologische Nischen geschaffen. Ein ganz besonderer Erfolg ist, dass sich der Große Schillerfalter, der seit 65 Jahren als verschollen galt, wieder angesiedelt hat.

Um die fachliche Qualität zu gewährleisten, wird das Projekt von einer abteilungsübergreifenden Arbeitsgruppe innerhalb des Gartensamtes geleitet. Gemeinsam werden Flächen ausgewählt, Maßnahmen geplant und Arbeitsschritte sowie der Maschineneinsatz besprochen.

Die Umwandlung von Rasen- in Wiesenflächen wird von den Friedhofsbesucherinnen und -besuchern wohlwollend aufgenommen. Insbesondere zur Zeit der Blüte stellen die Flächen einen besonderen Blickfang dar. Daher werden die ausgewählten Maßnahmen durch die Pressearbeit begleitet, um durch eine gute Kommunikation die Akzeptanz in der Bevölkerung weiterhin sicherzustellen.

Der Jahrtausende andauernde Wandel der Bestattungskultur wird auch in der Gegenwart angemessene Reaktionen erfahren und so seinen festen Platz in der Geschichte einnehmen. Dabei zeigt sich, dass insbesondere der Aspekt der Anpassung an den Klimawandel ein großes Gewicht einnehmen wird.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 11/2021 .

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