Besonders hohes Anpassungspotenzial

Die Dicke Linde in Heede ist der erste Nationalerbe-Baum Deutschlands. Ausgerufen hat ihn ein Kuratorium der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft (DDG) unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Roloff. Kriterien für die Ernennung zum Nationalerbe-Baum sind ein Stammumfang von mindestens 400 Zentimetern oder ein Alter von mindestens 400 Jahren. Die Dicke Linde erfüllt diese Kriterien allemal: Sie ist mit rund 17 Meter Stammumfang der dickste vollstämmige Baum Deutschlands und mit einem Alter von etwa 600 bis 800 Jahren auch einer der ältesten. Sie können sich die Dicke Linde auf Seite 4 ansehen. Prof. Roloff hat die Verleihung der neuen Auszeichnung zum Anlass genommen, die Sommer- und die Winter-Linde (Tilia platyphyllos und Tilia cordata) näher vorzustellen. (Seiten 2 bis 7)

Weil sehr alte Bäume über lange Zeiträume alle Ereignisse und Veränderungen von Standort, Umfeld und Klima toleriert haben, vermutet Prof. Roloff bei ihnen "ein besonders hohes Anpassungspotenzial". Eine interessante Hypothese zu dem auf allen Baumtagungen breit diskutierten Beitrag urbanen Grüns zur Klimaanpassung. Deutschen Forschungsergebnissen zu Klimabäumen wird international viel zugetraut. Eine Forschergruppe des Taiwan Forestry Research Institute flog in diesem Herbst über 9.000 Kilometer, um sich in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zu informieren. (Seiten 26 bis 29)

Jens Dietrich von der Stadt Leipzig und Leander Wilhelm von der Stadt München präsentieren die GALK-Straßenbaumliste. Erfahrungen zu insgesamt 178 Baumarten und -sorten stehen im Netz kommunalen und privaten Anwendern zur Verfügung. Sie werden ständig aktualisiert. Hinzu kommen 53 Baumarten und -sorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die seit 1995 regelmäßig bonitiert werden. 2004/2005 startete ein umfangreicher Straßenbaumtest im Zeichen des Klimawandels: Aktuell werden 40 Arten und Sorten in 16 Städten immer wieder zu jahreszeitlichen Temperaturverläufe, Früh- und Spätfrösten, Schädlingsbefall oder Krankheitsanfälligkeit untersucht. (Seiten 8 bis 16).

Ihr Christian Münter

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Pro Baum 04/2019 .

ProBaum Stellenmarkt

http://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[division]=5&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=&no_cache=1

Wie kann ich mein Stellenangebot hier veröffentlichen? Weitere Informationen
http://jobs-in-gruen-und-bau.de/index.php?id=123&tx_patzerboerse_paboeplugin[division]=5&tx_patzerboerse_paboeplugin[unterthemen]=&no_cache=1