Multifunktions-Anlage

Bewegungslandschaft mit Turnbar am Sorpesee eröffnet

Die Anlage Turnbar wird stark frequentiert. Foto: Eiden & Wagner Metallbau

Im Juni wurde der "parKur" am Sorpesee in Sundern im Hochsauerland eröffnet. Das Leader-Förderprojekt der Europäischen Union, des Landes NRW sowie der Firma Sorpesee wurde gleich stark frequentiert.

Der parKur unterteilt sich in drei Bereiche: Einem Niedrigseilgarten, einem Kraft- und Koordinationsbereich und dem Herzstück - der Turnbar. Von der Idee, über das erste Konzept bis zur endgültigen Umsetzung wurde das Projekt in zwölf Monaten verwirklicht. Dank der Bewilligung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns konnte mit den Vorbereitungen der Baumaßnahme im Februar 2018 begonnen werden. Entstanden ist eine Bewegungs-Landschaft, die von den Bürgern der Stadt Sundern und der Bürgerregion Sorpesee, den Mitgliedern und Übungsleitern der Sunderner Vereine aber auch von Geschäftsreisenden, Tagesausflüglern und Übernachtungsgästen genutzt wird.

Zudem wurde der Niedrigseilgarten zum Anlaufpunkt für Schulklassen und Gruppen der nahegelegenen Jugendherberge, während Reha-Patienten und Ältere bevorzugt den Kraft- und Koordinationsbereich nutzen. Dabei finden sich an der Turnbar alle Generationen zum gemeinsamen Sport zusammen. Niederschwellige Elemente wie die Boulder-Wand oder das Kletternetz locken auch Einsteiger an die Anlage und motivieren zur Bewegung. Der Turnbarlevel Barren, welcher mit Rollstuhlfahrern entwickelt wurde, ermöglicht nicht nur ihnen ein barrierefreies Training, sondern gibt auch weniger leistungsstarken Nutzergruppen die Möglichkeit des uneingeschränkten Trainings.

Das Turnbar-Konzept basiert darauf, dass eine einzige durchdacht geplante Anlage die Bedürfnisse vieler abdecken kann und Zielgruppen wie Calisthenics, Parcours, Senioren- und Reha-Sport sich in einem Sportgerät vereinen können. Die Turnbar kann als multifunktionelles Sportgerät jeder Zeit in Bezug auf sportliche Schwerpunkte und Größe umgebaut oder erweitert werden. Ermöglicht wird diese Flexibilität durch weitere Fundamente unter dem Fallschutzboden, die eine Erweiterung der Anlage ohne erneute Erdarbeiten möglich machen.

Der bereits eingeplante Fallschutzbereich bietet, bis es soweit ist, zusätzlichen Raum für Bodenübungen. Bis zum tatsächlichen Baubeginn wurde die Anlage kontinuierlich in Abstimmung mit potenziellen Nutzergruppen optimiert und individualisiert. Schriftzüge auf Klimmzugstangen, Sponsorentafeln und das Sorpesee Logo im Fallschutz runden das Konzept ab. Gut zwei Monate nach der Eröffnungsveranstaltung finden weiterhin regelmäßig angeleitete Trainings-Einheiten der ortsansässigen Sportlergruppe "Power Unit-Sauerland" statt. Externe Trainer und Athleten aus ganz Deutschland finden regelmäßig den Weg in das Sauerland und leiten am Sorpesee Wokshops an. Ob für Einheimische oder Touristen - ob Beginner oder Fortgeschrittene - neben mehr Sport und Aktion sorgen die Anlagen am Sorpesee auch für mehr Kommunikation und soziales Miteinander.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 10/2018 .

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