Biodiversität
Kommunen investieren in Naturschutz, doch die Mittel sind knapp

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Sonderbefragung im KfW-Kommunalpanel. 32 Prozent der Kommunen erwarten eher gleichbleibende Ausgaben, 9 Prozent geht von einem Rückgang aus. Wegen ihrer schlechten Haushaltslage hängen die Kommunen stark von Fördermitteln des Bundes oder des Landes ab.
85 Prozent der auf die KfW-Befragung antwortenden Kommunen verzeichnen seit 2020 Ausgaben für Baumpflanzungen oder Baumpflege im Siedlungsraum, 81 Prozent Ausgaben für ökologisches Grünflächenmanagement, 58 Prozent für Gewässerrenaturierung, 56 Prozent für natürlichen Hochwasserschutz, 52 Prozent für ökologischen Waldumbau, 44 Prozent für die Ausweitung von Grünflächen und die Verbindung von Frischluftschneisen sowie 38 Prozent für die Begrünung öffentlicher Gebäude.
Allerdings ist Biodiversität für die meisten Kommunen bislang ein dezentrales Querschnittsthema und kein strategischer Schwerpunkt. Lediglich ein Fünftel der Kommunen hat Biodiversität als Ziel im Haushalt verankert. Nur ein Drittel hat oder plant (15%/18%) eine kommunale Biodiversitätsstrategie, so die KfW-Forscher. Die Strategien sind demnach etwas häufiger in Planung als bereits umgesetzt. Kommunen mit einer Nachhaltigkeitsstrategie (26% der Kommunen) haben überdurchschnittlich oft auch eine Biodiversitätsstrategie (37%). Zur Finanzierung von Biodiversitätsmaßnahmen greifen 88 Prozent der Kommunen auf Eigenmittel zurück. Gleichzeitig benennen 86 Prozent "mangelnde Haushaltsmittel" als große Herausforderung. Angesichts der schlechten kommunalen Haushaltslage erlangen Fördermittel eine besondere Bedeutung. Sie werden von 79 Prozent der Kommunen für Biodiversitätsmaßnahmen genutzt, doch die am häufigsten genannten Faktoren für mehr kommunale Maßnahmen sind vereinfachte Förderprogramme (68%) und kleinere Eigenanteile (61%).
cm/KfW









