Die Internationale Grüne Woche Berlin 2025
Blumenhalle als "Blütenkiez Berlin"

Die Blumenhalle 2.2a zeigte unter dem Motto "Blütenkiez Berlin", wie Gehölze, Blumen und Pflanzen den städtischen Raum prägen können und dafür noch so kleine Refugien nutzen. Auf mehr als 3000 Quadratmetern Schaufläche vermittelten tausende Vorfrühlingblüher, Bäume, Sträucher und andere Pflanzen das moderne Hauptstadt-Feeling. Wie in den Vorjahren waren die Erzeugergenossenschaft Landgard und die Initiative "1000 gute Gründe" gemeinsam für die Gestaltung verantwortlich und läuteten für die Besucher:innen auf der Grünen Woche den nahenden Frühling ein.
Ein Blumenteppich als Park
Der "Berliner Blütenkiez" war bunt, teilweise schrill, aber authentisch aufgemacht und versprühte Großstadtflair und Wohlfühlatmosphäre. Entlang einer Seite der langen Wohnstraße, quer durch die gesamte Halle, bildeten Gerüste mit bedruckten Planen davor eine Gebäudefront mit Wohngebäuden ab. Grüne Eingangsbereiche mit Fahrrädern, Blumenkästen vor den "Fenstern" und Grün auf den angedeuteten Balkonen und Dächern zeigten die Möglichkeiten zur Gestaltung.
Zwischen den beiden Fahrbahnen, mit großem Abstand voneinander, lag ein etwa zehn Meter breiter Streifen, der einen Park darstellte, mit Wasserlauf und Steinschüttungen, Klimagehölzen wie etwa Sandbirken und Kiefern, sowie Blühgehölzen wie zum Beispiel Zaubernuss (Hamamelis). Ein Meer von Frühlingsgeophyten (Tulpen, Hyazinthen, Narzissen) aber auch Primeln und Hortensien füllten die üppig bepflanzten Beete. Und als Highlight führte eine 50 Meter lange provisorische Fußgängerbrücke in drei Metern Höhe über das gesamte Ensemble, sodass sich besondere Ausblicke und Perspektiven auf die farbenfrohe Fläche und die Seitenbereiche mit den stilisierten Häuserfassaden ergaben.
SUG-Stellenmarkt


Von skurril bis Pop-Art
Mit einem leichten Augenzwinkern wurde auch auf Berlins Baustellen hingewiesen. So lag ein Müllcontainer im "Park", zu einer Frontseite umgekippt und aus dem Innern "ergossen" sich Boden und Pflanzen wie in einem Strom, ergänzt von Baustellenschildern und typischen Elementen der Berliner Wohngebiete wie Schilder zur Verkehrsberuhigung, Richtungsweisung, Straßennamen oder Ampeln. An anderer Stelle war ein altes Telefonhäuschen innen und obendrauf floristisch gestaltet oder übergroße Playmobilfiguren, zum Teil mit kleinen Balkonkästen vor dem Körper, bereicherten den Blumenteppich.
Hohe Bäume, tausende Frühblüher und die zentralen Blumenbeete mit mehr als 1000 Quadratmetern Pflanzfläche, durch die sich der Bachlauf schlängelte, brachten viel Farbe und Natur in die Messehalle. An den Kopfenden luden besonders gestaltete Bereiche und die "1000 gute Gründe"-Foodtrucks zu gesunden Snacks gegen den kleinen oder größeren Hunger zum Essen ein. Die Bretterwände in der rahmenden Kulisse waren mit Graffiti und dahinter zum Teil mit Gehölzen bestückt. Bei einem der Bilder war der Kopf einer Frau gesprayt und ihre Frisur bestand aus einer echten Konifere. Pop-Art einmal ganz anders.
Besucher:innen konnten aktiv werden
Mehrere Fotospots und Aktionen luden die Messebesucher:innen selbst auch zum Mitmachen und Miterleben ein. Dazu waren drei Übersee-Container in inspirierende Erlebniswelten verwandelt worden, als Kulisse für besondere Erinnerungsfotos. So konnte in die "Blütenbeats"-Disco hineingeschnuppert werden, mit Musik, Discokugel, Schwarzlicht und einer Lightshow Berliner Nachtluft. Im Späti "Kiez Perle" wurden Dinge des Alltags, wie Einkaufswagen und Kühltheken zu blumigen Kunstwerken.
Und wer eine Pause vom Messetrubel brauchte, der konnte es sich einfach unter dem Motto "We love green stuff" im grünen Wohnzimmer auf bequemen Sitzgelegenheiten inmitten von Teppichen und üppiger Begrünung gemütlich machen, sehr willkommen für eine Auszeit im Messetrubel. Nicht zuletzt konnten Besucher:innen im Blumenpavillon aus frischer Floristik, Pflanzen und Gartenbedarf auswählen, sie direkt erwerben und mitnehmen – quasi ein Stück des Grüne Woche "Blütenkiez" für zuhause.
Informationen: www.gruenewoche.de
Thomas Herrgen












