Symbiose Pflanze/Mykorrhiza

Bodenhilfstoffe boomen im Gartenbau

Mykorrhizapilze bilden ein feines Geflecht zur Unterstützung der Pflanzenwurzel, die runden Pilzsporen dienen der weiteren Besiedelung beim Wurzelwachstum (achtfache Vergrößerung). Foto: Inoq

Knapper und teurer werdende Ressourcen (z.B. Phosphat) und eine nachhaltige Wirtschaftsweise erfordern neue Konzepte im Gartenbau. Mykorrhizierte Bodenhilfsstoffe verbessern Bodenleben, Nährstoffverfügbarkeit und Trockentoleranz deutlich, sie wirken sich somit positiv auf die Pflanzenentwicklung und -gesundheit aus (ganz aktuell: Deutsche Baumschule 11/2017). Das hat auch die EU erkannt und novelliert die Düngemittelgesetzgebung aus dem Jahr 2003. Mykorrhiza ist in der Lage mit fast allen Pflanzen Symbiosen einzugehen. Eine Symbiose aus Pflanze und Mykorrhiza führt zu einer Vielzahl von Verbesserungen für Pflanze und Boden:

  • Stickstoff, Phosphor und Wasser sind besser pflanzenverfügbar, Wurzelmasse und Ertrag werden verbessert
  • Das Abwehrsystem wird angeregt, die Pflanze ist robuster gegenüber Stress-Situationen
  • Der Einsatz von Mykorrhiza ist ein wichtiger Baustein für nachhaltigen Gartenbau

Inoq Advantage ist ein hochkonzentriertes Mykorrhizainokulum, das mit unterschiedlichsten Trägermaterialien gemischt oder pur zur Pflanze gegeben werden kann. Das Konzentrat zeigt gegenüber herkömmlichen Produkten eine vielfach gesteigerte Fähigkeit, Symbiosen mit Wirtspflanzen einzugehen, ein paar Gramm pro Hektar reichen aus. Erst Ende Oktober 2017 hat das Europäische Parlament für die Entwicklung eines gemeinsamen Europäischen Markts für Bodenhilfsstoffe gestimmt, dafür mussten die Produkte zunächst definiert und benannt werden: Man einigte sich auf den Begriff plant biostimulants (vorher kursierten biorationals, plant strengthener, soil amendment, yield enhancer, soil conditioner und vieles mehr). Entsprechende Produkte auf Basis von Mikroorganismen werden als microbial plant biostimulants kategorisiert.

Microbial plant biostimulants wie Mykorrhiza fördern definitionsgemäß das Pflanzenwachstum und wirken gegen abiotischen Stress (wie Trockenheit oder Nährstoffmangel). Die neue Klasse der Biostimulants werden erstmalig von den Pflanzenschutzmitteln abgegrenzt, die direkt gegen biotischen Stress (Krankheiten und Schädlinge) wirken. Für Mikroorganismen wie Mykorrhiza, auf denen im nachhaltigen Gartenbau berechtigte große Hoffnungen ruhen, werden einheitliche Qualitätsstandards festgelegt. "Inoq und andere verantwortungsvolle Produzenten von Bodenhilfsstoffen begrüssen die neue Gesetzgebung", erklärt die Unternehmerin Dr. Carolin Schneider.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 03/2018 .

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