Versiegelung stoppen

Böden in Städten wieder fruchtbar machen!

Ein Symbolischer Akt: das Aufbrechen von versiegeltem Boden und das Pflanzen von Gemüse Ende Oktober in Berlin mit IASS-Direktor Prof. Klaus Töpfer. Foto: IASS

IASS-Direktor Prof. Klaus Töpfer und Volkert Engelsman von der Kampagne "Rettet unsere Böden" brachen versiegelten Boden am Potsdamer Platz auf und pflanzten Gemüse. Die Urbanisierung schreitet voran, dadurch wird sich die globale Stadtfläche unter gegenwärtigen Wachstumsraten in knapp 20 Jahren weltweit verdoppeln, wofür laut der Yale School of Forestry and Environmental Studies (2012) eine Fläche der Größe Südafrikas benötigt würde. In Europa sind pro Einwohner bereits 200 Quadratmeter versiegelt.

Allein in Deutschland kommen täglich insgesamt etwa 27 Hektar versiegelter Boden hinzu. Eine Entwicklung mit gravierenden Folgen: Böden sind lebenswichtig für unsere Nahrungsproduktion, die Aufnahme und Filterung von Wasser, die Speicherung von Kohlenstoff sowie - gerade auch in Städten - für die Filterung von Schadstoffen aus der Luft. Das IASS bietet mit der "Global Soil Week", die im Herbst in Berlin stattfand, eine Plattform, um den Schutz der Böden in den globalen Nachhaltigkeitszielen zu verankern. Zu den nationalen und internationalen Partnern zählen die Europäische Kommission, die FAO, UNEP, das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung, BMZ und Um-weltbundesamt. Rund 400 Teilnehmer aus mehr als 60 Ländern waren dabei. Informationen unter globalsoilweek.org.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 01/2014 .

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