Claudia Acklin
Grüne Städte: Wo die Transformation bereits gelingt
Es geht um ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das angesichts von sozialer Ungleichheit und Klimawandel nicht einfacher wird. Umso wichtiger, dass uns Claudia Acklin zeigt, wo die Transformation in "Grüne Städte" schon gelungen oder auf einem guten Weg ist.
Dabei stellt Claudia Acklin nicht nur Großprojekte wie die Rückverwandlung einer Stadtautobahn in einen Wasserkanal in Utrecht vor, sondern auch kleinere Beiträge, die aus Bürgerinitiativen hervorgegangen sind. Zunächst geht es jedoch in der Einführung um Grundlegendes, so etwa den Zusammenhang zwischen sozialer Gerechtigkeit und Umweltgerechtigkeit oder ein Modell für den Blick auf die Grüne Stadt.
Bei ihren Beispielstädten konzentriert sich Acklin auf Projekte mit direktem Naturbezug und naturbasierte Lösungen. Jedem ihrer Stadtporträts ist ein nützlicher "Steckbrief" vorangestellt, in dem Eckdaten, Herausforderungen, Schlüsselprojekte und Governance-Ansätze skizziert werden. Nach der ausführlichen Beschreibung der Projekte inklusive persönlicher Eindrücke werden zum Ende jedes Kapitels die Kernelemente der Transformation und ihre Erfolgsfaktoren nochmal stichpunktartig zusammengefasst und ihre Übertragbarkeit auf andere Städte beurteilt.
Die Autorin verschweigt nicht die Widersprüche und Schattenseiten der Grünen Transformation und geht im dritten Teil des Buches etwa auf das "Gerechtigkeitsparadox", die Frage demokratischer Mitwirkungsrechte und auf Nutzungskonflikte ein. Ein analytischer Städtevergleich im vierten Kapitel liefert Erkenntnisse, auch zu den Erfolgsfaktoren der grünen Transformation. Abschließend geht es um Lösungen für Grüne Städte allgemein, von urbaner Landwirtschaft über Wassermanagement bis zur Steigerung der Biodiversität. Der Glaube an Lösungen trotz aller Herausforderungen durchzieht dieses positive, hoffnungsvolle und dennoch nie utopisch wirkende Buch.
nt
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