Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hg.)
Hochwasser risikoorientiert denken

Die Ausgabe präsentiert neue Ansätze, wie Länder, Regionen und Kommunen aktiv zur Hochwasservorsorge beitragen können: indem sie die Vorgaben des Bundesraumordnungsplans Hochwasserschutz umsetzen und für ihre Ebene konkretisieren.
Statt Hochwasserschutz ausschließlich technisch – etwa über Deiche oder Rückhaltebecken – zu verstehen, rückt die Raumplanung den vorbeugenden Umgang mit Risiken in den Mittelpunkt. Entscheidend ist, Gefahrenlagen frühzeitig in Planungsprozesse einzubeziehen. Besonders wichtig sind eine enge Abstimmung über Ländergrenzen hinweg und ein flussgebietsbezogenes Handeln. So denkt Raumordnung Risiken mit und stellt Prävention vor Schadensbewältigung. Gleichzeitig stärkt der raumbezogene Hochwasserschutz auch Arten- und Biotopschutz, Klimaausgleich und naturnahe Erholung.
Im neuen IzR-Heft finden sich neben Fachbeiträgen Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundesraumordnung, der Wasserwirtschaft und der Wissenschaft. Beispiele aus Stolberg (Rheinland) und Bad Neuenahr-Ahrweiler machen deutlich, wie hochwasserangepasste Bauleitplanung umgesetzt werden kann. Analysen zum Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz zeigen, wie Planungsziele greifen und wo noch Potenziale bestehen. Ein Blick nach Österreich, in die Niederlande und die Schweiz verdeutlicht zudem, wie europäische Nachbarn vorsorgendes Planen längst selbstverständlich praktizieren.
Die Beiträge verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit Handlungsempfehlungen für Kommunen, Planungsbehörden und Politik.









