Glyphosat

Bundesregierung plant komplettes Verbot zum 1. Januar 2024

In der Landwirtschaft gab es bisher den größten Widerstand gegen ein Glyphosatverbot, weil Ertragseinbrüche befürchtet werden. Foto: Andreas Hermsdorf, pixelio.de

Die Bundesregierung plant zum Stichtag 31. Dezember 2023, Glyphosat komplett zu verbieten. Dies ist das Datum, nachdem die Genehmigung der EU ausläuft, falls die Mitgliedsstaaten sie nicht erneut erteilen. Dieses Ziel wurde bereits von Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in ihrem "Aktionsprogramm Insektenschutz" angekündigt und hat das Bundeskabinett bereits passiert.

Bereits ab 2020 werden verschiedene Verbote etwa für Haus- und Kleingärten, aber auch für öffentliche Flächen wie Parks gelten. Ein Anwendungsverbot gilt dann auch vor der unmittelbaren Ernte in der Landwirtschaft. Diese Maßnahmen sollen dazu verhelfen, dass der Einsatz des Pflanzenschutzmittels um drei Viertel des Verbrauchs in Deutschland abnimmt.

Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Studien hierzu sind jedoch nicht eindeutig und haben daher zu Auseinandersetzungen vor allem von Umweltschützern und Landwirten geführt. Doch auch den Einsatz von anderen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln will die Bundesregierung unterbinden. Ab 2021 sollen ihre Verwendung in Naturschutzgebieten und anderen geschützten Zonen tabu sein, etwa in Nationalparks. Andererseits sollen Schutzgebiete für Vögel und Insekten ausgeweitet. Dies sollen die Bundesländer festlegen können.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 10/2019 .

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