Kommentar

Chancen für die Zukunft

von

Dr. Katrin Korth, Inhaberin StadtRaumStrategien. Foto: privat

Jede Hitzewelle, jedes Unwetter lässt die Diskussion um Klimawandel neu und immer häufiger aufflammen. Ging es die letzten Jahre vor allem um die großen Ziele - Stichwort 1,5 Grad - und Maßnahmen, wie das Ziel erreicht werden könnte, diskutieren wir mittlerweile über Anpassungsmaßnahmen, wie wir mit dem Klimawandel umgehen können. Wer hätte noch vor fünf Jahren erwartet, dass es einmal die Forderung nach einem nationalen Hitzeschutzplan gibt.

Es geht um den Schutz vulnerabler Gruppen - alte Menschen, kranke Menschen, kleine Kinder und (nicht zu vergessen) die gar nicht so kleinen Bevölkerungsteile, die es sich nicht leisten können, in klimatisierten Häusern und Gärten mit Pools zu leben. Es geht es aber darüber hinaus um das städtische Leben in seiner Gesamtheit. Wenn der Aufenthalt im Freien bei 40 Grad unerträglich ist, genauso wie das Arbeiten in nichtklimatisierten Räumen, wenn Schwimmbäder überfüllt sind, Cafés kein kühles Plätzchen mehr bieten, Veranstaltungen im Freien wegen Hitze abgesagt werden müssen, dann ist das städtische Leben, wie wir es bisher kannten, gefährdet. Dazu kommt, dass Rasenflächen und Pflanzungen der Hitze zunehmend mehr nicht standhalten, Stadtbäume vertrocknen, immer mehr Schädlinge die geschwächten Baumbestände zusätzlich schwächen, es zu wenig Schatten und zu wenig Wasser gibt, die Gewässerqualität durch die Hitze beeinträchtigt wird …, die Liste ließe sich fortsetzen.

Wir stehen an einem Punkt, wo das städtische Leben in seiner Gesamtheit auf dem Spiel steht. Das klingt bedrohlich, birgt aber auch neue Chancen für alle, die mit Planung, Bauen und Unterhaltung von Freiräumen, Grün, Wasser und auch Gebäuden zu tun haben. Die stadtklimaangepasste Stadt ist eine grüne und eine blaue Stadt. Die stadtklimaangepasste Stadt kann außerdem nur im Miteinander funktionieren, in dem sich Menschen einbringen, selbst etwas tun und nicht nur erwarten, dass andere etwas tun. Das ist möglicherweise die größte Chance für die Zukunft.

Katrin Korth

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 08/2022 .

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