UNESCO

Wassermanagement-System in Augsburg mit Welterbe-Titel ausgezeichnet

Die Kanalsysteme von Lech und Wertach verlaufen parallel zueinander und münden, kurz bevor sich die beiden Flüsse in der Wolfzahnau vereinen, jeweils in den Ursprungsfluss zurück. Foto: Zehntausendgrad

In seiner 43. Sitzung hat das UNESCO-Welterbe-Komitee in Baku/Aserbeidschan der Augsburger Bewerbung um "Das Augsburger Wassermanagement-System" die exklusive Auszeichnung als UNESCO-Welterbe zugesprochen, (s. a. www.wassersystem-augsburg.de). Bei der Sitzung wurden insgesamt über 35 Vorschläge aus der ganzen Welt entschieden - davon drei mit deutscher Beteiligung. "Die Auszeichnung würdigt einen unvergleichlichen Schatz. Wir dürfen uns riesig freuen!", sagte Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.

Die Lage Augsburgs am Zusammenfluss von Lech und Wertach ist kein Zufall, sondern strategisch wohl überlegt. Ihre gesamte wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung hat Augsburg dem Wasser beider Flüsse wie auch den reichlichen Trinkwasservorkommen im Stadtwald zu verdanken. Jahrhundertelang wurde die Wasserkraft des Lechs genutzt, um Mühlräder und Pumpwerke anzutreiben. Augsburgs Handwerk blühte und machte die Stadt reich - auch deshalb, weil dank eines ausgeklügelten Kanalsystems gute hygienische Verhältnisse herrschten und bestes Trinkwasser zur Verfügung stand. Das Zusammenspiel von menschlichem Erfindungsgeist, wegweisender Ingenieurwissenschaft und großartiger Brunnenkunst sind das Erfolgskonzept des einzigartigen Wassermanagement-Systems, das lückenlos über acht Jahrhunderte lang in Augsburg zu erleben ist. Bis heute. "Auf dieses Welterbe dürfen wir als Stadt zu recht stolz sein und uns von ganzem Herzen freuen", so Gribl. "Das System des Augsburger Wassermanagements legt sich wie eine verbindende Klammer um die an Kulturdenkmälern reiche Stadt.

Von den ältesten Wassertürmen Europas über die kunsthistorisch bedeutenden Brunnen bis hin zu herausragenden Denkmälern der Industriekultur oder der Kanustrecke im ehemaligen Olympiagelände reichen die Zeugnisse der Wasserwirtschaft. Die 22 Objekte der Augsburger Welterbe-Bewerbung stellen in ihrer Mischung aus technikgeschichtlicher und kunsthistorischer Bedeutung einen einzigartigen Sonderfall dar: Sie sind alle eng mit den technologischen Errungenschaften des Wasserbaus, der nachhaltigen Nutzung der Wasserkraft und der ressourcenschonenden Trennung von Trink- und Brauchwasser verknüpft. "Der UNESCO-Titel ist uns Verpflichtung, die ausgezeichneten Denkmäler mustergültig zu erhalten", so Kulturreferent Thomas Weitzel.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 08/2019 .

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