Liebe Leserin, lieber Leser
Editorial
von: M. A. Mechthild KlettDer Innovationsdruck wächst und damit in der Regel auch die Kosten. Notwendig ist also ein nachhaltiges Wirtschaften, das nicht nur den jüngsten Haushaltsplan berücksichtigt, sondern auch langfristig trägt.
Die Anfangsinvestitionen – etwa bei der Digitalisierung – sind zwar meist relativ hoch – von der Hard- und Software bis hin zu den dazugehörigen Schulungen. Doch amortisieren sie sich später dank niedrigerer Kosten und weniger Zeitaufwand. Sensorgestützte Systeme, die den tatsächlichen Wasserbedarf messen, kommen hier ebenso zum Einsatz wie Konzepte zur Nutzung von Regen- und Grauwasser.
Letztlich hat eine Parkanlage oder ein historischer Garten selbst hohen ökonomischen, sozialen und ökologischen Nutzen für die Stadt, der in die Rechnung einbezogen werden sollte. Ist doch ein historischer Garten, dessen Altbaumbestand durch Hitze und Trockenheit merklich dezimiert ist, weniger attraktiv, als wenn man sich im kühlen Schatten unter dichten Baumkronen aufhalten und besondere Lichtverhältnisse, Sichtachsen und Blickbeziehungen genießen kann.
Die touristische Attraktivität von Parks und Gärten mit ihren ökonomischen Implikationen für unsere Städte und Gemeinden sowie ihren Leistungen für die Resilienz gegen den Klimawandel sollte bei der Berechnung der Kosten internalisiert werden.
Beste Grüße,
Ihre Mechthild Klett





