Stefan Schweizer

Die Hängenden Gärten von Babylon

Stefan Schweizer: Die Hängenden Gärten von Babylon

Vom Weltwunder zur grünen Architektur, Mit einem Beitrag von Frank Maier-Solgk, Verlag Klaus Wagenbach 2020, 240 Seiten. z. T. farbige Abb., Klappenbroschur, Großformat, 28 Euro, ISBN 978-3-8031-3694-7.

Vom Weltwunder zur grünen Architektur, Mit einem Beitrag von Frank Maier-Solgk, Verlag Klaus Wagenbach 2020, 240 Seiten. z. T. farbige Abb., Klappenbroschur, Großformat, 28 Euro, ISBN 978-3-8031-3694-7.

Eine so bewunderte wie verachtete mythische Königin, die Suche nach einem verschwundenen Weltwunder und das Versprechen eines blühenden Gartens inmitten gebauter Architektur: Stefan Schweizer zeichnet in dem Band die Faszinationsgeschichte der Hängenden Gärten nach - bis zur grünen Architektur der Gegenwart.

Unter den sieben antiken Weltwundern nehmen die Hängenden Gärten von Babylon eine Sonderstellung ein - auch weil sie als einziges keine Spuren hinterließen: Bis in die Moderne ist umstritten, ob die monumentale bepflanzte Terrassenarchitektur jemals existierte.

Der Faszination für die Hängenden Gärten tat das keinen Abbruch - im Gegenteil. Vom Altertum bis hin zu Karl Friedrich Schinkel erzählt eine Überlieferungs- und Imaginationsgeschichte davon, wie sich jede Epoche ihr eigenes Bild von diesem Urtyp der Gartenkunst machte - und von seiner sagenumwobenen Erschafferin, der babylonischen Königin Semiramis. Neben Rekonstruktionsphantasien, die mit Robert Koldeweys archäologischer Wiederentdeckung Babylons um 1900 ihren Höhepunkt erreichten, zeugen zahlreiche Anlagen von der Renaissance bis in die Moderne vom Einfluss der Hängenden Gärten: der Palazzo Piccolomini in Pienza, der Palazzo Ducale in Urbino, die Kleine Eremitage in Sankt Petersburg oder die Dachgärten Le Corbusiers.

In seinem abschließenden Beitrag untersucht der Architekturkritiker Frank Maier-Solgk, wie der Zusammenhang von Architektur und Bepflanzung in Moderne und Gegenwart einen neuen Ausdruck findet - und wie eine spektakuläre "Hortitecture" im Zeichen von Klimaschutz und Nachhaltigkeit das zukünftige Gesicht der Metropolen zunehmend zu bestimmen scheint: Sind grüne Hochhausfassaden der Endpunkt einer exotischen Repräsentationsarchitektur - oder lösen sie das alte Versprechen von blühender Natur mitten in der Stadt ein? Eine Frage, die immer mehr an Dringlichkeit gewinnt.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 10/2020 .

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