DIFU
Fahrrad strategisch in Wirtschaftsverkehr verankern

Obwohl das Wissen über die Vorteile von Lastenrädern vorhanden ist, fehlen in vielen Kommunen die Kapazitäten, Kompetenzen und Werkzeuge, um dieses Wissen in konkrete Maßnahmen umzusetzen. Das Projekt „RadiW“ schließt diese Lücke, indem es auf Basis des aktuellen Forschungsstands und einer Analyse von Hemmnissen ein praxisorientiertes Weiterbildungs- und Umsetzungsprogramm entwickelt.
Dieses Programm soll Kommunen systematisch dabei helfen, geeignete Einsatzfelder für das Fahrrad im Wirtschaftsverkehr zu identifizieren, die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen und ihre eigenen Transporte schrittweise auf das Rad zu verlagern.
Um dies zu erleichtern, entwickelt das Projektteam standardisierte Instrumente wie Bedarfsanalysen, TCO-Tools (Total Cost of Ownership), Planungsbausteine und einen modularen Kommunikationsleitfaden. Diese Werkzeuge werden in Zusammenarbeit mit Modellkommunen erprobt und anschließend über einen „Atlas der Radlogistik“ für alle dauerhaft zugänglich gemacht.
Ein „Sounding Board“ aus erfahrenen Mentor-Kommunen und Fachleuten begleitet das Projekt, um die Praxisnähe sicherzustellen. Durch die gezielte Vernetzung mit Multiplikatoren wie den Arbeitsgemeinschaften fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) und Regionalverbänden strebt „RadiW“ eine bundesweite Skalierung an.
Damit leisten die Projektergebnisse einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Ziele des Nationalen Radverkehrsplans und zur Stärkung der kommunalen Handlungskompetenz im Wirtschaftsverkehr.
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