Auszeichnung

Doris Törkel aus Düsseldorf erhält Goldenen Ginkgo

Doris Törkel freut sich über die Auszeichnung mit dem Goldenen Ginkgo. Herzlichen Glückwunsch! Foto: Mechthild Klett

Die Leiterin des Garten-, Friedhofs- und Forstamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Doris Törkel, erhält in diesem Jahr den Goldenen Ginkgo der Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822, DGG. Mit dem Preis ehrt der Verband besonderes Engagement und herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklung und Gestaltung des öffentlichen Raumes. Auf der Jahrestagung der Gartenamtsleiter in Deutschland gab Jury-Mitglied und GALK-Präsident Götz Stehr die Preisträgerin bekannt. "Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung", bekannte Landschaftsplanerin Törkel.

Nach 18-jähriger Tätigkeit als freiberufliche Landschaftsarchitektin übernahm sie 2005 die Leitung des Grünflächenamts Krefeld und ist seit 2013 in Düsseldorf tätig. Im Jahr 2017 wurde Törkel in den wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg berufen.

Der Wiederaufbau der durch den Sturm Ela zerstörten Grünstrukturen in Düsseldorf zählt seit 2014 zu ihren Arbeitsschwerpunkten. Am 9. Juni 2014 fielen rund 30 000 Bäume dem Sturm zum Opfer. Allein 2860 Straßenbäume wurden entwurzelt, rund 8500 geschädigt. Durch die Erarbeitung von Parkpflegewerken wurde zunächst die Basis für einen Wiederaufbau der zerstörten Gartendenkmäler geschaffen. Alle Projekte des Wiederaufbaus werden durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit des Gartenamtes begleitet.

Im Jahr 2015 hat der Rat der Stadt Düsseldorf den gesamtstädtischen Grünordnungsplan 2025 - rheinverbunden verabschiedet, ein Plan, den das Gartenamt unter Törkel erarbeitete hatte. Während ihrer freiberuflichen Tätigkeit in den 80er- und 90er-Jahren standen die Internationale Bauausstellung Emscher Park und die nachfolgenden "Regionalen" des Landes Nordrhein-Westfalen im Vordergrund. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Stadtplanern und Architekten erarbeitete sie in dieser Zeit neben gesamtstädtischen Freiraumkonzepten erfolgreich auch zahlreiche stadt- und freiraumplanerische Wettbewerbe.

Neben der freiberuflichen Tätigkeit war Doris Törkel von 1998 bis 2002 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Städtebau und Bauleitplanung der Fakultät Raumplanung an der Universität Dortmund tätig. Während ihrer Tätigkeit in Krefeld stellte die Erarbeitung eines gesamtstädtischen Freiflächenentwicklungsplanes sowie die Ableitung nachfolgender Maßnahmen, wie die Erstellung eines Masterplanes für die Sanierung der kommunalen Spielplätze, einen Arbeitsschwerpunkt dar. Zudem wurde die Qualifizierung und Aufwertung öffentlicher Plätze und Parkanlagen über die Förderkulisse des Stadtumbau West von ihr kontinuierlich vorangetrieben.

In den Jahren 2007 bis 2011 übernahm sie zusammen mit Almuth Spelberg die Leitung des GALK Arbeitskreises kommunale Gartendenkmalpflege. Die Zukunft des Kleingartenwesens in Nordrhein-Westfalen unterstützt sie seit 2007 durch ihre Mitarbeit in der Lenkungsgruppe des Umweltministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 07/2018 .

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