"Ein Baum für die Zukunft: Vielfalt und Regeneration"
Zitterpappel ist der Baum des Jahres 2026
Die Zitterpappel (Populus tremula) wächst schnell und zeigt sich hinsichtlich des Bodens wenig anspruchsvoll. Bereits nach 60 Jahren ist sie mit einer Höhe von bis zu 30 Metern ausgewachsen. Da sie lichte Standorte bevorzugt und ihre kleinen, weiß behaarten Samen vom Wind weit getragen werden können, besiedelt sie auch Kahlschläge, Brachland oder Wegränder. Hier bietet sie Nahrung für zahlreiche Insekten, insbesondere für verschiedene Schmetterlingsarten, bis sie nach etwa 100 Jahren abstirbt und als Totholz einen neuen Lebensraum eröffnet.
Noch dazu verrottet das herunterfallende Laub leicht, womit die Zitterpappel die Humusschicht und den Anteil an Mineralstoffen im Boden erhöht. Damit bereitet sie auch die Bedingungen für die nächste Waldgeneration vor. Der Baum des Jahres wird seit 1989 regelmäßig gekürt. Ein aus 33 Mitgliedern bestehendes Gremium stimmt über die Auszeichnung ab, darunter auch der Bundesverband der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Als weiteres Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Baum des Jahres unterstreicht der Bund deutscher Baumschulen (BdB) die Bedeutung der Zitterpappel als robuste, vielseitige und ökologisch wertvolle Baumart.
"Die Wahl der Zitterpappel zeigt, wie wichtig anpassungsfähige und robuste Baumarten für unsere Zukunft sind. Sie steht für Vielfalt und Regeneration – Eigenschaften, die wir in unseren Wäldern, Städten und Parks gleichermaßen brauchen. Der Baum des Jahres macht jedes Jahr aufs Neue deutlich, welchen Beitrag Bäume für Klima, Artenvielfalt und Lebensqualität leisten – und dass sie nicht nur gepflanzt, sondern auch verstanden und gepflegt werden müssen", erklärte BdB-Präsident Hajo Hinrichs.
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