Martin Maleschka (HG.)

Eisenhüttenstadt - Architekturführer

Martin Maleschka (HG.): Eisenhüttenstadt - Architekturführer?

  • mit weiteren Beiträgen von Jürgen Hartwig, Gabriele Haubold, Janet Neiser, Reinder Wijnveld,
  • 134 x 245 mm,
  • 224 Seiten,
  • 320 Abbildungen,
  • Dom Publishers 2021,
  • Softcover, 28 EUR,
  • ISBN 978-3-86922-094-9.

Eisenhüttenstadt - bis 1961 Stalinstadt - ist die erste vollständig durchgeplante Stadtneugründung in Deutschland nach 1945. Ab 1950 wurde sie auf Beschluss der SED als "sozialistische Wohnstadt" in Verbindung mit einem Stahlwerk westlich der Oder an der polnischen Grenze errichtet. In Eisenhüttenstadt wird die Geschichte von Architektur und Städtebau der DDR nachvollziehbar, ohne dass die Stadt zu einem nostalgischen Freilichtmuseum geworden ist. Von ihrer erst 70-jährigen Geschichte zeugen aber nicht nur die Gebäude, Straßen und Plätze, sondern auch viele Kunstwerke. Denn von Beginn an sind Architektur und Kunst in Eisenhüttenstadt eine Synthese eingegangen, die ihresgleichen sucht. Für den Architekturführer hat der Architekt und Fotograf Martin Maleschka, der selbst aus Eisenhüttenstadt stammt, je 35 herausragende Bauten und Kunstwerke dokumentiert. Wandbilder, Plastiken, Skulpturen, Brunnen, handgeschmiedete Geländer, Mosaik- und Putzschneidearbeiten - neben der Architektur gibt es Kunst aus sieben Jahrzehnten zu entdecken. Während das Stadtzentrum heute unter Flächendenkmalschutz steht, verdeutlichen die Wohnkomplexe die Prinzipien von Architektur und Städtebau ihrer jeweiligen Entstehungszeit.

Zu Beginn der Sechzigerjahre war die Stadt - als Ausdruck des Leistungsvermögens des jungen Arbeiter- und Bauernstaats - mit ihren Wohnbauten und der entsprechenden sozialen, kulturellen und technischen Infrastruktur für 25 000 bis 30 000 Bewohner fertiggestellt. Sie sollte bis zum wirtschaftlichen und politischen Kollaps 1989 kontinuierlich im Takt des Stahlwerks wachsen. Die danach folgenden Umstrukturierungsprozesse und der damit einhergehende Stadtumbau sind bis heute noch nicht abgeschlossen. Maleschkas Band ist eine Würdigung der einzigartigen Stadtanlage sowie ein Plädoyer für einen aufgeschlossenen Umgang mit dem bewahrenswerten baukulturellen und künstlerischen Erbe der DDR.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2021 .

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