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Fachagrarwirt für Baumpflege erhält neue Ausbildungsverordnung

Die novellierte Fortbildung zum geprüften Fachagrarwirt Baumpflege eröffnet für Arbeitnehmer und Arbeitgeber neue Perspektiven. Foto: Fachverband geprüfter Baumpfleger

Der Fachverband geprüfter Baumpfleger (FgB) hat die neue Ausbildungsverordnung zum geprüften Fachagrarwirt für Baumpflege, die zum 1. Januar in Kraft getreten ist, begrüßt.

"Damit ist das Meisterniveau DQR 6 festgeschrieben und eröffnet Baumpflegern bessere Zukunftsaussichten und die Möglichkeit, Chancen für ein lebenslanges Lernen zu nutzen", so der Vorsitzende Jörg Cremer. "Als mitgliederstärkster Fachverband in der Baumpflege sind uns die persönlichen Lebenswege der Baumpfleger seit Jahren bekannt und es war uns ein großes Anliegen, durch unser Engagement unseren Beitrag zu der Anerkennung des Meisterniveaus zu leisten."

Die Baumpflege der Zukunft bietet heute schon viele berufliche Perspektiven, die sich zunehmend an die Herausforderungen durch den Klimawandel anpassen muss. Um sich den Aufgaben der kommenden Jahre zu stellen, bedarf es in Zukunft mehr Spezialisten mit einer qualifizierten Ausbildung in den grünen Berufen. Mit dem Meister in der Baumpflege ist der Grundstein gelegt worden. "Baumpflegebetriebe müssen in Zukunft Baumpfleger ausbilden dürfen", das ist die Forderung vom Fachverband geprüfter Baumpfleger an die Sozialpartner im Zuge der anstehenden Neuordnung der gärtnerischen Ausbildung.

Durch die Neuordnung der Prüfungsverordnung konnte ein Missstand bei den Zugangsvoraussetzungen für ungelernte Quereinsteiger verbessert werden. Viele anerkannte Baumexperten (z. B. ETW) ohne einen Ausbildungsberuf wurden trotz jahrelanger Berufserfahrung offiziell als Ungelernte bei Arbeitsverhältnissen oder bei Arbeitslosigkeit eingestuft. Für diese eröffne sich nun die Möglichkeit, bereits nach fünf Jahren anstatt erst nach acht Jahren Berufspraxis als Quereinsteiger die Fortbildung zum Fachagrarwirt zu beginnen und damit einen Berufsabschluss zu erlangen.

Der FgB-Vorsitzende fordert, sobald alle Fragen bei den entsprechenden Ausbildungsstellen geklärt sind und die Fortbildung konkret starten kann, diese Chancen zu nutzen. Für Arbeitgeber sieht Cremer die Vorteile, dass sich nun verstärkt die Führungsebene in der Baumpflege qualifizieren kann und somit der hohe Nachfragedruck für diese Experten ggf. abgemildert werden kann.

Die langjährigen Bemühungen und Verhandlungen mit allen beteiligten Verbänden, Gewerkschaft, Bundesinstitut für berufliche Bildung und verschiedenen Bundesministerien sind somit erfolgreich beendet.

Die neue Verordnung hat keine Auswirkung auf bestehende Fachagrarwirte Baumpflege. FgB

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe ProBaum 01/2021 .

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