Fachtagung
Osnabrücker Sportplatztage 2025 thematisierten umweltfreundliche Anlagen

Den Auftakt in die zwei Tage machte Prof. Dr. Anke Schmidt von der Rheinland-Pfälzischen TU Kaiserslautern-Landau, die einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorstellte, in dem auch Hinweise für einen gesunden Sportbetrieb enthalten sind. So soll es etwa auch eine Bereitstellung von Getränken und Sonnenschutz geben.
Jürgen Sonneck, Leiter des Sportamts München, thematisierte Aspekte wie Förderung und Bezuschussung, durch welche Anreize und Handlungsspielräume für Vereine geschaffen werden sollen. Stefan Günther, Leiter des Sport- und Bäderamtes der Bundesstadt Bonn, warf die These auf: "Sport ist der Kitt der Gesellschaft." Um eine Sportstadt für alle zu erreichen, müssten Teams interdisziplinär zusammengesetzt sein. Behilflich sei dabei eine App, die die Bonner Vereine bei ihrer Vernetzung unterstützen soll, um Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch zu fördern.
Dr. Lutz Thieme von der Hochschule Koblenz/RheinAhrCampus Remagen referierte zu Schätzverfahren, wie anhand von 23 Kriterien der Sanierungsbedarf sowie der Versorgungsgrad mit Sportstätten in Deutschland ermittelt werden kann. Den ersten Tag abschließend berichtete Prof. Martin Thieme-Hack, Hochschullehrer an der Hochschule Osnabrück und Mitveranstalter der Osnabrücker Sportplatztage, von umweltgerechtem Kunststoffrasen durch verringerten Kunststoffaustrag und -verbrauch. Prof. Dr. Wolfgang Prämaßing, Hochschullehrer für nachhaltiges Rasenmanagement an der Hochschule Osnabrück, referierte über Ökosystemleistungen von Rasenflächen, die eine kühlende Wirkung haben und wie hitze- und trockenstressresistente Rasensorten eingesetzt werden könnten.
Timo Blecher, Chief Scientific Officer bei Feldsaaten Freudenberger, erläuterte, dass es 20 bis 25 Jahre dauere, bis eine neue Rasensorte zugelassen und in den Markt eingeführt werden kann. Nichtsdestotrotz würden fortlaufend Produktverbesserungen eingeführt, wie etwa die Ummantelung von Saatgut mit lebenswichtigen und keimfördernden Substanzen, die eine deutlich effizientere Wassernutzung und eine höhere Keimgeschwindigkeit begünstigt. Jens Möller (Stadt Gladbeck) stellte den neugestalteten sieben Hektar großen SportPark Mottbruch vor. Dabei wurden durch Bürgerbeteiligung Trendsportarten ermittelt und bei der Planung berücksichtigt, etwa Boule-Bahnen, ein Pumptrack/Fahrradparcours, eine Fläche für Calisthenics und eine Beachhalle.
Den Abschluss bildete ein Vortrag von Martin Finger, Bereichsleiter Infrastruktur und Facility Management des FC St. Pauli zum Planungsstand des neuen Trainingszentrums Kollau 2.0., bei dem Flächenknappheit in Städten thematisiert wurde.










