Kommentar

Feuer und Flamme für die Energiewende

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Ich erlaube mir einen kleinen technischen Exkurs mit dem Blick über den Tellerrand: Jedes Gartenamt und jede andere der Aufgabe dienliche Organisationsform hat einen operativen Bestandteil als Kernkomponente und Kernkompetenz im Haus: Die Gärtnerinnen und Gärtner.

Die operative Einheit verfügt über eine Gärtnerunterkunft oder einen subsummierten Standort in der Stadt. Wie alle Liegenschaften werden hier Energieträger für Wärme und Strom benötigt. Der Gedanke liegt nahe, im Falle einer Sanierung oder Modernisierung eigene Wärme und eigenen Strom zu produzieren und zwar idealerweise CO2-neutral aus den Biomassestoffströmen der Bewirtschaftung der Liegenschaften Grünflächen und Wald/Forst. Anstatt der üblichen Kompostierung kann in Regionen mit hoher Nährstofffracht durchaus an eine thermische Verwertung gedacht werden.

Konkret ist für die anstehende Sanierung des Hauptstandortes des Märkischen Stadtbetriebs Iserlohn/Hemer ein Biomasseheizkraftwerk im aktuellen Status einer Machbarkeitsstudie entwickelt worden. Neben Wärme, die auch an die Stadtwerke Iserlohn als Aufheizpunkt für das zu erweiternde Fernwärmenetz abgegeben wird, wird auch Strom für die Realisierung einer nachhaltigen E-Fahrzeugflotte generiert werden können. Nah- und Fernwärmenetze bilden einen wesentlichen Bestandteil für sozial verträgliche Wärme im Bestandsmietwohnungsbau. Mieter können sich weder Photovoltaikanlagen installieren noch Wärmepumpen. Neben einer Eigenversorgung mit Energie können Gartenämter auch hier etwas für die Stadtgesellschaft einbringen: sozial verträgliche und CO2-neutrale Energie.

Die Ziele der Energiewende der Bundesrepublik im Status Quo sind mit den aktuell diskutierten Instrumenten nicht erreichbar. Der Krieg in der Ukraine zeigt nicht nur eine verfehlte Russlandpolitik, sondern auch schmerzhaft eine verfehlte Energiepolitik. Letztere kann infolge der Kostenentwicklung zu starken sozialen und somit auch zu politischen Spannungen führen. Neben unserer Verantwortung für ein Plus an qualitätsvollem und gestalterisch ansprechendem Grün in der Stadt sollten wir auch unsere Chancen aus der technischen Entwicklung und den sich ergebenden Potenzialen denken und entwickeln. Vor Ort. Regional. In unserer Stadt.

Axel Raue

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 06/2022 .

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