Flächengestaltung
Aalen setzt auf Entsiegelung

Die Stadt Aalen möchte ihren Beitrag zur Klimaanpassung leisten: Auf dem früher betonierten Gelände neben dem Rathaus ist eine grüne Parklandschaft entstanden. Zur Pflasterung von Flächen und Wegen wurde der GDM.Klimastein des Herstellers Godelmann verwendet.
Gemeinsam mit Studio bauchplan, Landschaftsarchitektur & Stadtplanung, das mit Planung und Realisierung der Umgestaltung beauftragt wurde, ist "ein Vorzeigemodell für klimaangepasste Stadtentwicklung entstanden", wie der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Tobias Baldauf erklärt, der bauchplan gegründet hat. "Ein Parkplatz im Zentrum wurde in eine hochwertige Parkanlage mit hoher Aufenthaltsqualität umgewandelt, das zuvor vollständig versiegelte Umfeld des Rathauses umfassend entsiegelt."
Darüber hinaus ist der Stadtbach an die Oberfläche zurückgeführt und renaturiert worden – ein bedeutender Schritt für die ökologische wie soziale Aufwertung des Areals, so Baldauf. Zu seinem Konzept gehört auch, dass entnommene Materialien nach Möglichkeit wiederverwendet werden. Der Aalener Baubürgermeister Wolfgang Steidle bezeichnete diese Transformation gar als "Jahrhundertprojekt".
Böden entsiegeln und Grünflächen schaffen
"In unseren Planungen legen wir großen Wert auf durchlässige Bodenflächen", sagt Tobias Baldauf. Entscheidend sei, was sich unterhalb der neu gestalteten Flächen befinde, nämlich "möglichst weit vernetzte Speichervolumen, die Niederschlagswasser aufnehmen und gezielt an bestehende sowie neu angelegte Grünflächen weitergeben können." Das verwendete System unterstütze eine optimale Verdunstung.
Der Klimastein wurde von Godelmann mit der Zielsetzung entwickelt, Städte widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Es handelt sich um einen versickerungsfähigen Pflasterstein mit proActive-Funktionen für die Schwammstadt.
Die Besonderheit: Der Stein besteht aus drei Schichten – einer Katalysatorschicht, die Luftschadstoffe an der Oberfläche reduziert, einer mittleren Speicherschicht zur Aufnahme, Speicherung und langsamen Abgabe von Wasser sowie einer Kapillarschicht. Diese Schicht ist weniger durchlässig, so wird mehr Feuchtigkeit im Stein gespeichert und zusätzlich vom Erdreich aufgenommen. Dies soll zu einer erhöhten Verdunstung und Kühlung des bodennahen Mikroklimas führen.
Flächen, die mit dem GDM.Klimastein und dem dafür entwickelten Fugenmaterial verlegt sind, verhalten sich anders als versiegelte Böden: Niederschläge können durch die Fugen versickern und ermöglichen einen natürlichen Wasserkreislauf. Außerdem filtert das Fugenmaterial Schadstoffe aus dem Wasser und schützt so das Grundwasser.
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