Frankfurt am Main
Goldener Ginkgo 2026 für Heike Appel
Die feierliche Bekanntgabe der Entscheidung über den Goldenen Ginkgo 2026 fand anlässlich des gemeinsamen Bundeskongresses der grünen Fachverbände im Juni 2026 in Frankfurt am Main statt.
Der berufliche Werdegang von Preisträgerin Heike Appel ist eng mit der grünen Entwicklung im Rhein-Main-Gebiet verknüpft. Die 1963 in Bad Dürkheim geborene Landschaftsarchitektin (BDLA) absolvierte ihr Studium an der Fachhochschule Wiesbaden und sammelte zwischen 1988 und 1996 wertvolle Erfahrungen in zwei Landschaftsarchitekturbüros. 1996 trat sie in das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main ein, wo sie zunächst als Freiraumplanerin tätig war.
Ab 2004 übernahm Appel die Leitung der Abteilung Planung und Bau sowie die stellvertretende Amtsleitung. Parallel dazu prägte sie von 2004 bis 2020 als stellvertretende Leiterin die Arbeit der Projektgruppe GrünGürtel maßgeblich. Seit Januar 2020 steht sie als Leiterin an der Spitze des Frankfurter Grünflächenamtes. Ihre fachliche Expertise und ihr Engagement für den Berufsstand bringt sie seit 2025 zudem als Vizepräsidentin der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz (GALK e.V.) auf Bundesebene ein.
In ihrer Arbeit setzt Heike Appel konsequent auf die Einbindung der Stadtgesellschaft. Für sie ist Bürgerbeteiligung ein unverzichtbares Instrument: „Ohne Bürgerbeteiligung geht es schon lange nicht mehr. Und auch, wenn es dadurch länger dauert, sind am Ende alle zufriedener und das Gesamtergebnis besser“, betonte sie anlässlich der Entwicklung des Hafenparks, die sie als besonderes Erfolgsbeispiel anführt.
Ein zentrales Thema ihrer aktuellen Arbeit ist die Anpassung der Stadt an den Klimawandel. Appel stellt sich hier der enormen Herausforderung, Frankfurt klimaverträglich zu gestalten – durch ausreichend große Grünflächen, hitze- und trockenheitsverträgliche Baumarten sowie ein zukunftsfähiges Regenwassermanagement. Dabei zeigt sie sich zuversichtlich, dass sich das Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wert von öffentlichem Grün gewandelt hat. „Mittlerweile haben alle verstanden, wie wichtig öffentliches Grün gerade in wachsenden Städten ist“, so Appel. Dennoch mahnt sie die Notwendigkeit starker, handlungsfähiger Grünflächenämter an, die über gut ausgebildetes Fachpersonal und ein auskömmliches Budget verfügen, um die kommenden Aufgaben meistern zu können. mk/F.A.M./KI










