Recycling

Für Stadtmöbel mehr als 400 Kilogramm Kunststoffmüll verarbeitet

Die in vielen verschiedenen Farben zu produzierenden Möbel aus Polyethylen für den öffentlichen Raum sind UV-resistent und recyclefähig. Foto: Union-FreiraumMobiliar

Im Rahmen von "Grüne Hauptstadt Europa" wurden für die Essener Innenstadt aktuell Stadtmöbel von Union-FreiraumMobiliar entwickelt, die einen Anteil recycelter Plastiktüten als Grundstoff aufweisen. Für dieses Projekt wurden mehr als 400 Kilogramm Kunststoffmüll, was rund 20 000 alter Plastiktüten entspricht, zermahlen und dann den farbigen Granulaten der Polyethylen-Möbel beigemischt.

Die modern gestalteten Module eignen sich als farbenfrohe Sitzgelegenheiten, aber auch als Pflanzinseln für Fußgängerzonen, Marktplätze und Promenaden. Entlang der grünen Spur Essen, einem Wegeleitsystem, das die wichtigsten Punkte in der Essener Innenstadt verbindet, bieten die Pflanzinseln kleine Oasen zum Aufenthalt. Die grünen Inseln werden mit Stauden, Sträuchern und Solitärgehölzen bepflanzt und dienen der visuellen Aufwertung einzelner Stadträume. Sie bilden zusammen mit der Grünen Spur das Leitsystem durch die Innenstadt der Ruhrmetropole. Auch auf Schulhöfen, Kitas und in der Wohnumfeld-Bebauung finden die Mobiliarelemente ihren Einsatz.

Die in vielen verschiedenen Farben zu produzierenden Möbel aus Polyethylen für den öffentlichen Raum sind UV-resistent und recyclefähig, sehen wertig aus und haben eine lange Standzeit.

"Was wir uns nun wünschen würden, sind weitere Projekte in deutschen Städten, in denen diese bunten und zum Sitzen einladenden (bepflanzten) Außenraummöbel zur Attraktivierung innerstädtischer Bereiche Verwendung finden und alle Beteiligten damit einen kleinen Anteil leisten, unsere Umwelt sauberer zu machen" so Stefan Zimmermann von Union-FreiraumMobiliar.

Der Kieler Hersteller fertigt seit vielen Jahren urbane Möblierungselemente aus Stahl, Edelstahl, Holz sowie thermo-plastischen Kunststoffen und entwickelt Objekte zusammen mit Architekten, Nutzern und Bauherren.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2018 .

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