GALK
Jahrestagung und Gemeinsamer Bundeskongress diskutieren Artenvielfalt

Wenn die Bundesbauministerin ausschließlich auf den Bau-Turbo setzt, führt das in unseren Städten direkt auf einen reinen Betonweg! Die Menschen wünschen sich jedoch grüne Städte, die lebenswert sind. Genau dafür muss das neue BauGB Sorge tragen.
Bauen hat durch den Lebensraumverlust unmittelbare Auswirkungen auf die Biodiversität. Weitere wesentliche Gründe für den Verlust der Artenvielfalt sind hohe Stickstoffeinträge, Schadstoffe sowie der Klimawandel. Auch die Artenzusammensetzung verschiebt sich erheblich und hat immensen Einfluss auf unser Leben in den Städten. Gründe genug, um sich in den Ämtern ausführlich mit der öffentlichen und privaten Verantwortung für die biologische Vielfalt zu beschäftigen.
In Deutschland sind gut 9 Prozent der Fläche durch Siedlungen beansprucht und überwiegend versiegelt, gleichzeitig leben in den Städten rund 30 Prozent der gefährdeten Arten der Roten Listen. So zeigt sich, während in den Städten gegen die Hitze und Flächenverluste gekämpft wird, wird auf dem Land die mangelnde Artenvielfalt beklagt. Derzeit erarbeiten die Städte Biodiversitätsstrategien, doch muss ein Schwerpunkt auf der Umsetzung liegen. Positiv ist, dass es häufig ein hohes Ansiedlungspotenzial gibt. Bleibt eine Fläche offen, etwa eine sandige Brache, werden sofort eine hohe Zahl an häufig seltenen Arten gefunden."
Die Berichte der Arbeitskreise auf der Mitgliederversammlung der GALK zeigten wieder ein breites Spektrum an Themen auf, mit denen sich die Grünflächenämter im vergangenen Jahr beschäftigt haben: etwa der Einsatz von torffreien Erden und die Substituierung des Torfs durch Laub oder flüssige Gärreste. Weiter aktuell bleibt das Thema Fachkäftemangel, dem durch eine praxisorientierte Begleitung von Studierenden entgegengewirkt werden soll. Im AK Stadtbäume wurde über Straßenbaumtests, Pflanzschnitt, Klimaschutz, die Überarbeitung der Schadstufentabelle sowie finanzielle und personelle Engpässe diskutiert. Auch das Thema Baumschutzsatzungen stand wieder auf der Tagesordnung. Der AK Stadtentwicklung beschäftigte sich u.a. mit der wasserbewussten Stadtentwicklung, der Förderrichtlinie Natürlicher Klimaschutz in Kommunen sowie der Erfassung von Stadtnatur.
Darüber hinaus wählten die Vereinsmitglieder neue Mitglieder für das Präsidium. So löst Manuel Kornmayer (Hannover) seinen Vorgänger Klaus Wichert aus Berlin ab, welcher die Position seit 2016 innehatte. Detlef Thiel (Dresden), seit der GALK e.V.-Gründung im Jahr 2007 Mitglied des Präsidiums, stellte nach dem Eintritt in den Ruhestand Ende 2024 sein Amt zur Verfügung. Für Ihn wurde Heike Appel (Frankfurt) neu in das Präsidium gewählt. Doris Törkel (Düsseldorf) wurde nach fünf Jahren als Präsidiumsmitglied bestätigt.
mk
SUG-Stellenmarkt












