Weißbuch "Grün in der Stadt"

GALK fordert von Bundesregierung schnelle Umsetzung

Der Förderverein der Gartenamtsleiterkonferenz spricht sich für einen Schulterschluss in der grünen Branche aus und unterstützt die Forderung des Branchenverbandes der Landschaftsgärtner (BGL), das Förderprogramm Zukunft Stadtgrün von 50 auf 100 Millionen Euro zu erhöhen. "Wir befinden uns in einem intensiven Dialog mit dem BGL und teilen dessen Forderung nach Aufstockung des Förderprogramms", so GALK-Präsident Götz Stehr. Gleichzeitig stellt Stehr klar, "Mit einer finanziellen Aufstockung des Fördertopfes alleine lassen sich die künftigen Aufgaben nicht bewältigen" und verweist auf das Weißbuch "Grün in der Stadt" der Bundesregierung mit seinen verschiedenen Handlungsfeldern. "Mit dem Weißbuch 'Grün in der Stadt' ist eine sehr gute Arbeitsgrundlage geschaffen worden. Wir fordern die neue Bundesregierung daher auf, rasch mit der Umsetzung zu beginnen", erklärt Stehr.

Der Weißbuchprozess wurde intensiv von der GALK begleitet und unterstützt. Hierbei wurde deutlich, dass in vielen Handlungsfeldern von der Forschung bis zur gemeinsamen Umsetzung mit den Bürgerinnen und Bürgern ein erheblicher Nachholbedarf besteht. "Unsere Forderungen haben wir in einem eigenen Positionspapier ausführlich dargelegt und finden davon auch vieles im Weißbuch wieder. Jetzt haben wir allerdings auch die klare Erwartung an die neue Bundesregierung, Maßnahmen zu ergreifen, die zu konkreten Verbesserungen in der kommunalen Praxis führen", erklärt Stehr.

Deutliche GALK-Position beim FLL-Verbändegespräch

Diese Position zum Weißbuchprozess vertrat GALK-Vizepräsident Stephan Heldmann aus Frankfurt auch deutlich beim FLL-Verbändegespräch Ende Juni in Bonn. Die Erledigung unserer Aufgaben, getrieben durch die Klimaveränderung und die Notwendigkeit zur Klimaanpassung sowie der Erhalt der Grünstrukturen in den wachsenden Städten dulden keinen Aufschub mehr, war die klare Botschaft des GALK-Vertreters. Aus Sicht der GALK wird auch bei der Umsetzung des Förderprogramms Zukunft Stadtgrün deutlich, dass Geld alleine nicht ausreicht. "Es fehlt noch an vielen Stellen ein Bewusstsein, dass eine gezielte Förderung des Stadtgrüns elementar für die nachhaltige Entwicklung unserer Städte ist. Vor allem muss klar sein, ohne eine starke kommunale Grünflächenverwaltung können diese Gelder nicht zielgerichtet ein- und umgesetzt werden", so Heldmann. Personell gut ausgestattete Grünflächenämter in den Kommunen sind hierfür eine unabdingbare Voraussetzung, warb der der GALK-Vizepräsdent für Unterstützung bei den übrigen Verbänden.

Das Bekenntnis, künftig die Gemeinsamkeiten zwischen den Verbänden stärker zu suchen und stärker gemeinsam zu agieren, ist für die GALK ein zentrales Ergebnis dieses Treffens für die künftige Arbeit. Nur so kann es gelingen, das Stadtgrün in den aktuell vielfältigen politischen Diskussionen strategisch zu positionieren und über das Stadtgrün die Stadtentwicklung nachhaltig zu gestalten. GALK e.V.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 08/2018 .

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