Frankfurt am Main

Heike Appel ist Nachfolgerin von Stephan Heldmann

Neue Grünflächenamtsleiterin in Frankfurt ist Heike Appel. Foto: Christoph Boeckheler

Seit Januar 2020 ist Heike Appel die neue Leiterin des Frankfurter Grünflächenamtes. Sie tritt damit die Nachfolge von Stephan Heldmann an, der zum Ende des Jahres nach 16 Jahren als Amtsleiter in den Ruhestand geht.

Nach dem Studium der Landespflege an der Fachhochschule Wiesbaden war Appel mehrere Jahre in Landschaftsarchitekturbüros im Rhein-Main-Gebiet tätig, bevor sie 1996 zum Frankfurter Grünflächenamt wechselte. Hier war sie zunächst für die Planung von Außenanlagen an Schulen und Kindertagesstätten zuständig, später als Sachgebietsleiterin für Projektentwicklung und übergeordnete Planung. Seit 2004 war sie als Leiterin der Abteilung Planung und Bau auch stellvertretende Amtsleiterin.

Unter ihrer fachlichen Leitung gestaltete das Grünflächenamt weite Teile sowohl des innerstädtischen Mainufers, aber auch in Niederrad, Fechenheim und Schwanheim um und erneuerte nach und nach die denkmalgeschützten Parkanlagen, wie zum Beispiel den Grüneburgpark, den Höchster Stadtpark oder, gerade aktuell, den Ostpark.

Stolz ist sie auf die Entwicklung des Hafenparks: "Schon die Planung war außergewöhnlich. Durch die Online-Umfrage hatten wir ein recht genaues Bild, welche Art von Park sich die Leute wünschen. Das konnten wir größtenteils umsetzen, und es freut mich immer wieder, wie gut der Hafenpark von Anfang an angenommen wurde". Auch in Zukunft setzt Heike Appel auf die Einbindung der späteren Parkbesucherinnen und Besucher: "Ohne Bürgerbeteiligung geht es schon lange nicht mehr. Und auch, wenn es dadurch länger dauert, sind am Ende alle zufriedener und das Gesamtergebnis besser."

Ein weiteres, besonders aktuelles Thema ist die Anpassung an den Klimawandel. "Hier stehen wir vor der enormen Herausforderung, die Stadt nachhaltig klimaverträglich zu gestalten, mit ausreichend großen Grünflächen, hitze- und trockenheitsverträglichen Baumarten und einem funktionierenden Regenwassermanagement". Ein Glück sei es, dass die alten Fronten zwischen Städtebau und Grünplanung angesichts des Klimawandels nun aufgebrochen scheinen. "Mittlerweile haben alle verstanden, wie wichtig öffentliches Grün gerade in wachsenden Städten ist. Dennoch brauchen wir starke, handlungsfähige Grünflächenämter mit gut ausgebildetem Fachpersonal und einem auskömmlichen Budget. Nur so können wir die aktuellen und künftigen Herausforderungen gut meistern und das Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wert von öffentlichem Grün weiter stärken".

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 01/2020 .

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