Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

von:
Wir neigen im Alltag dazu, auf unseren Fußwegen Abkürzungen zu suchen. Umwege werden vermieden, dabei geht es quer häufig über Rasenflächen. Trampelpfade entstehen, wo die Zeitökonomie vor die Ästhetik gesetzt wird, etwa beim hastigen Gang zur Arbeit.

Das Lustwandeln wird in die Freizeit verschoben, aber auch dann gibt es noch Rationalisierungspotenziale, die wir uns erschließen. Viele Planungen nehmen beides ins Visier, das Schnelle und das Schöne, da sich das Schnelle sowieso Bahn bricht.

Dennoch ist es lohnenswert, sich hin und wieder Zeit für einen Zwischenstopp zu nehmen, nicht nur um die Grünflächen, die wir durchschreiten, genau zu betrachten, sondern auch, um unsere Wege in ihrer Vielfalt wahrzunehmen. Häufig sind sie nicht weniger aufwändig in Planung und Bau als Staudenbeete. Zeit ist also in der Freiraumplanung für alle Beteiligten ein wichtiger Faktor.

An anderer Stelle im Heft widmen wir uns den vielfältigen Arten und Bedeutungen von Zäunen. Alleen sind nicht überall in bestem Zustand - unser Autor wirft einen Blick auf ihre Rolle als Kulturgut in Österreich. Das Berliner Klimaanpassungsgesetz und die Situation der Stadtbäume in der Hauptstadt sind weitere Themen dieser Ausgabe.

Mit besten Grüßen,
Mechthild Klett

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M. A. Mechthild Klett
Autorin

Stadt+Grün, Redaktionsleiterin

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