Hitzeresilienz
Wettbewerb zwischen Gemeinden in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Noch allerdings bremsen häufig Vorbehalte den Ausbau. Die Bodensee-Stiftung hat daher mit Partnern aus Handwerk und Architektur eine Weiterbildung zur Kombination von Gründächern mit PV-Anlagen für die beteiligten Gewerke konzipiert.
Zudem werden 13 Gemeinden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz im "Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün" um die besten und die meisten Lösungen im Einsatz von biologischer Vielfalt zur Klimawandelanpassung wetteifern. Wie viele Quadratmeter Gründachfläche kann die Kommune vorweisen? Wie viele Quadratmeter versiegelte Fläche? Welche Anreize gibt es, erstere zu erhöhen und letztere zu reduzieren?
Der Eifer unter den Gemeinden, in den Bereichen Biodiversitätsförderung, Gesundheit, Soziales und Klimawandelanpassungen möglichst viele Punkte zu sammeln, ist groß, aber auch sehr partnerschaftlich: Alle lernen grenzüberschreitend voneinander.
Der Gewinn kommt den Bürgerinnen und Bürgern zugute: "Die Stärkung unseres Stadtgrüns ist eine der zentralen Aufgaben der Stadtpolitik in Hohenems. Es geht darum, den Bürgerinnen und Bürgern Raum für Erholung zu bieten, gleichzeitig aber auch die Anpassung an den Klimawandel voranzutreiben.
Das 'Spiel ohne Grenzen! Zukunftsgrün' unterstützt uns dabei, indem es uns konkrete Maßnahmen an die Hand gibt und die Zusammenarbeit mit anderen Städten und Gemeinden fördert", erläutert Dieter Egger, Bürgermeister des österreichischen Hohenems die Motivation zum Mitspielen. Das Spiel ist Teil des EU Interreg Projekts "Zukunftsgrün", das von der Bodensee-Stiftung koordiniert wird.
Hohe Temperaturen gefährden insbesondere vulnerable Gruppen wie Säuglinge, Schwangere, durch Krankheit geschwächte Menschen oder Seniorinnen und Senioren. Gerade vulnerable Gruppen stehen im Fokus der Stiftung Liebenau mit Sitz in Meckenbeuren in der Nähe des Bodensees.
Als Träger von Einrichtungen ist das Sozialunternehmen in rund 130 Kommunen tätig. Als Partner im Projekt Zukunftsgrün erprobt die Stiftung Liebenau auf sechs Pilotflächen, welche Maßnahmen zur Klimawandelanpassung und Biodiversitätsförderung an Standorten möglich und gut integrierbar sind und wie diese auch im Therapie- und Bildungsalltag genutzt werden können.
Die Pilotstandorte sollen nicht nur die Skalierbarkeit biodiversitätsfreundlicher klimaangepasster Flächengestaltung demonstrieren, sondern auch als Lernorte für Mitarbeiter von kommunalen Bauhöfen sowie des Garten- und Landschaftsbaus dienen.
Weitere Informationen:
https://zukunftsgruen.org/ bzw. https://zukunftsgruenspiel.info/
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