Zusammenlegung von Kraichbach und Mühlkanal in Hockenheim

Hochwasserschutz und Gewässerökologie Hand in Hand

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Kraichbach und Mühlkanal fließen durch die Ortsmitte von Hockenheim. Animation: Alexander Simon

Der neue Gewässerlauf schafft eine Grünzone, die zugleich Hochwasserschutz bietet. Animation: Alexander Simon

Nach rund 15 Jahren planerischer Vorbereitung ist der Spatenstich für die Zusammenlegung von Kraichbach und Mühlkanal in der Ortsmitte von Hockenheim vollzogen. Die neue Grüne Lunge der Stadt erfüllt zugleich die Anforderungen an ein 100-jährliches Hochwasserereignis.

Die Ortsmitte der Stadt Hockenheim liegt im Unterlauf des Kraichbachs. Innerhalb der Ortslage teilt sich der Bach in zwei Gewässer: den Kraichbach und den Mühlkanal. Beide Gewässer sind über längere Strecken von Ufermauern eingesäumt. Die Unterhaltung der weitgehend unzugänglichen Gewässer ist schwierig. Bäume und Sträucher können nur unzureichend geschnitten, angeschwemmte Objekte nur mit großem Aufwand oder gar nicht entfernt werden. Zudem ist die Standsicherheit der Ufermauern nicht mehr überall sichergestellt. Sie sind teilweise unterspült, Mauern sind ausgebrochen. Seit 2001 gibt es deshalb seitens der Stadt Hockenheim und des Landes Baden-Württemberg erste Überlegungen, die beiden Gewässer zusammenzulegen und für die Bürgerinnen und Bürger ein Naherholungsareal zu schaffen.

Nun haben sich oberhalb der Stadt im Einzugsgebiet des Gewässersystems Kraichbach-Kriegbach in den letzten 20 Jahren die Hochwasserverhältnisse wesentlich verändert. Die Siedlungsflächen wurden erweitert und es gab verschiedene wasserwirtschaftliche Maßnahmen. So wurden im Oberlauf des Kraichbachs Hochwasserrückhaltebecken errichtet und in der Rheinebene verschiedene Polder angelegt, um den Hochwasserschutz zu verbessern.

Unzureichend gegenüber Hochwasser geschützt

Hochwasserereignisse wie im Februar 1997 und März 2002 haben zwar gezeigt, dass diese Maßnahmen wirken. Hockenheim blieb von Überflutungen verschont. Eine im Auftrag des Landes 2004 durchgeführte Flussgebietsuntersuchung (FGU) hat jedoch erbracht, dass die Ortsmitte der Stadt trotz dieser Maßnahmen nicht ausreichend vor einem 100-jährlichen Hochwasser (HQ100) geschützt ist. Bei einem HQ100 besteht nach der Untersuchung die Gefahr, dass hochwertige innerörtliche Bereiche überflutet werden. Die FGU bestätigte damit frühere hydraulische Untersuchungen.

Noch kritischer stellte sich die Situation nach der Erstellung der Hochwassergefahrenkarten (2010) durch das Land Baden-Württemberg dar. Danach bordet der Kraichbach bereits bei einem 50-jährlichen Hochwasserereignis aus. Nach Westen gefährdet sind in erster Linie die Gebäude in der Unteren Mühlstraße im Nahbereich des Kraichbachs sowie die rückwärtigen Gebäude der Karlsruher Straße. Nach Osten hin flutet der Kraichbach die Garage eines Mehrfamilienhauses sowie die tiefliegenden Flächen vor der Zehntscheune. Die Gartenflächen zwischen Kraichbach und Mühlkanal sind schon ab einem 20- bis 50-jährlichen Hochwasser betroffen. Bei höheren Abflüssen ist die angrenzende Bebauung gefährdet, insbesondere der im Westen gelegene Schulkomplex. Besonders gefährdet ist dabei der Bereich der beiden Turnhallen, die vollständig unterkellert sind. In diesen Kellerräumen befinden sich alle Heizungs- und Versorgungsanlagen des gesamten Schulkomplexes. Eine Schwachstellenanalyse ist zudem zu dem Schluss gekommen, dass es auch beim parallel verlaufenden Mühlkanal bereits bei unter 50-jährlichen Hochwasserabflüssen zu Ausuferungen kommt. Werden die Folgen des Klimawandels wie beispielsweise zunehmend auftretende, nicht vorhersehbaren Starkregenereignisse mit einberechnet, wird die Gefährdung weiter erhöht.

Maßnahmen zum Hochwasserschutz, zur Gewässerökologie und zur städtebaulichen Entwicklung auf einen Blick. Grafik: Regierungspräsidium Karlsruhe

Grüne Mitte mit Hochwasserschutzfunktion

Um diese Gefährdungen einzudämmen sahen erste Planungen vor, Hochwasserrückhaltebecken vor Reilingen beziehungsweise oberhalb der Stadt zu bauen. Doch dann erschloss sich eine elegantere Lösung. Im Rahmen der Flussgebietsuntersuchung für das Gewässersystem Kraichbach wurde durch die Gesellschaft für angewandte Ökologie und Umweltplanung (GefaÖ) im Auftrag der ehemaligen Gewässerdirektion Nördlicher Oberrhein ein Gewässerentwicklungsplan (GEP) für den Kraichbach sowie ein Gewässerentwicklungskonzept (GEK) für den Kehrgraben erstellt. Ergebnis dieser Untersuchungen war, dass der für die Ortsmitte Hockenheim angestrebte HQ100-Schutz besser durch lokale Hochwasserschutzmaßnahmen realisiert werden kann als durch Rückhaltemaßnahmen außerhalb der Stadtgrenzen.

Diese Ergebnisse gaben die Initialzündung für das Land Baden-Württemberg, zusammen mit der Stadt ein umfassendes Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt für Hockenheim (HÖP) anzustoßen. "Gemeinsames Ziel war es, einen grünen Mittelpunkt im Herzen der Stadt zu schaffen, der zugleich alle Funktionen des Hochwasserschutzes für die Ortsmitte erfüllt", sagt Oberbürgermeister Dieter Gummer. Das Projekt sah vor, Kraichbach und Mühlkanal zusammenzulegen, die Stadt mit Dämmen und Hochwasserschutzmauern vor Überflutungen zu schützen, das neue Bachbett naturnah zu gestalten mit Stillwasserzonen für die Ansiedlung heimischer Tiere und die Grünzone für die Bürgerinnen und Bürger zur Naherholung sowie für die Pflege und Unterhaltung des Areals zugänglich zu machen.

Klimawandel mit einberechnet

Um einen effektiven und zugleich wirtschaftlichen Hochwasserschutz sicherzustellen, wurden für die weiteren Planungen neue Datengrundlagen, Vorschriften und Berechnungsergebnisse zurate gezogen. So bot das digitale Höhenmodell des Landes Baden-Württemberg aus der Landesscannervermessung eine optimierte Datengrundlage. Auf Basis des digitalen Geländemodells in Verbindung mit vom Land ermittelten flächendeckenden Klimafaktoren konnte bei den Berechnungen für die Hochwassergefahrenkarten im Kraichbach-Kriegbach-Niederrungssystem ein zweidimensionales Strömungsmodell eingesetzt werden, das auch die Folgen der Klimaänderung mit berücksichtigt. Den hydraulischen Berechnungen zufolge wird sich der Wasserspiegel des Kraichbachs im Jahr 2050 bei einem HQ100-Ereignis gegenüber einem heutigen HQ100-Ereignis um gut 20 Zentimeter anheben. Entsprechend wurden die Planungen für den Hochwasserschutz bei der Gestaltung des neuen Grüngürtels dimensioniert.

Die neuen wasser- und naturschutzrechtlichen Anforderungen an die Planungen wie etwa aus den Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) flossen in das HÖP ebenso ein wie Anregungen aus der Bürgerschaft, die von Anfang an bei dem Projekt eingebunden war.

Eingemauert und unzugänglich fließt der Kraichbach durch Hockenheim. Foto: Regierungspräsidium Karlsruhe

Kraichbach. Foto: Regierungspräsidium Karlsruhe

Kraichbach. Foto: Regierungspräsidium Karlsruhe

Die WRRL beispielsweise fordert bis spätestens 2027 eine nachhaltige und umweltverträgliche Wassernutzung und dass bis zu diesem Zeitpunkt alle Gewässer in Europa mindestens einen "guten ökologischen Zustand" erreichen. Konsequenz ist, dass die Gewässer für im Wasser lebende Arten von der Quelle bis zur Mündung durchwanderbar und damit ökologisch durchgängig sind und sich im und am Gewässer verschiedene Lebensräume befinden. Seitens der Bürger wurde nach Einsicht in die ersten Planungen ein noch stärker akzentuierte Erlebbarkeit des Gewässers gefordert mit streckenweisen Ufermauern anstelle von Deichen sowie Sichtschutz in den Bereichen, bei denen die neuen Wege an privaten Gärten hinter der Wohnbebauung vorbeiführen.

Fünf Ziele im Visier

Daraus entstand ein umfassendes Konzept für das HÖP, das im Kern fünf Ziele umfasst:

  • Kraichbach und Mühlkanal auf 790 Metern Länge zu einem neuen Gewässer zusammenlegen
  • ein 100-jährlichen Hochwasserschutz für die Ortsmitte von Hockenheim sicherstellen
  • die Abflussverhältnisse am Kraichbach ökologisch verbessern
  • Zugänge zum Gewässer zur Pflege und Unterhaltung herstellen
  • Erlebbarkeit des Gewässers für die Bürgerinnen und Bürger ermöglichen und eine Verbindung zu den Außenanlagen der unmittelbar angrenzenden Schule schaffen

Für die Umsetzung wurde eine Arbeitsgemeinschaft aus Planern, Landschaftsarchitekten, Geotechnikern, Brücken- und Tragwerksplanern sowie Bauunternehmen gebildet. Die BIT Ingenieure AG aus Karlsruhe wurde mit der Generalplanung und Bauüberwachung beauftragt. In mehreren Bauabschnitten werden im Verlauf von rund zwei Jahren die alten Läufe von Kraichbach und Mühlkanal zugeschüttet und auf einer Länge von rund 800 Metern wird ein neuer, sanft mäandrierender Bachlauf gestaltet. Der Bachlauf wird dabei so angelegt, dass die gesamte Anlage die Wassermassen eines HQ100 fasst und es zu keiner Überflutung der Ortsmitte Hockenheim kommt. Sanft ansteigende bis zu 1,5 Meter hohe Dämme bieten ausreichend Hochwasserschutz. Die Bermen dienen sowohl der Pflege und Unterhaltung als auch zum Flanieren entlang des neuen Gewässers. Ergänzend zu den Dämmen sind entlang der Wohngebiete und kritischer Bereiche bis zu 1,50 Meter hohe Hochwasserschutzmauern aus Beton vorgesehen. Auf einer Breite von insgesamt 60 Metern kreuzen Wege die Hochwasserschutzmauern und -dämme. Bei Hochwasser werden diese mit mobilen Hochwasserschutzelementen gesichert.

Die Neuordnung des Areals hat zur Folge, dass auch die vorhandene Binnenentwässerung neu zu gestalten ist. So werden zwei Mischwasserkanäle und ein Regenwasserentlastungskanal der neuen Bachführung angepasst, ebenso die vorhandenen Hausentwässerungen. Für querende Schmutzwasserleitungen (SWL) war in den Planungen ursprünglich eine Sicherung mit in Beton versetzten Wasserbausteinen vorgesehen. Diese sind aber nicht durchwanderbar und entsprachen daher nicht der ökologischen Zielsetzung des Projekts. Nun wird unterstrom der SWL eine circa 1:55 flach geneigte Sohlgleite in Riegelbauweise hergestellt und die Gewässersohle nach Oberstrom 1:200 verzogen. Für die Sohlmodellierung wird grobes Kiesmaterial verwendet.

Entlang von Straßen, Kleingärten und Häuserzeilen fließt der Mühlkanal. Foto: Regierungspräsidium Karlsruhe

Mühlkanal. Foto: Regierungspräsidium Karlsruhe

Hochwasserschutzmaßnahmen entlang des neuen Gewässerlaufes. Grafik: Regierungspräsidium Karlsruhe

Auf Sand gebaut

Eine Baugrunderkundung kam zu dem Ergebnis, dass das neue Gewässer in nicht tragfähigen, torfigen und bindigen Bodenschichten mit hohem Feinanteil verläuft. Außerdem wurden bis zu zwei Meter mächtige, nicht tragfähige Torflagen festgestellt. Das hat zu einschneidenden Planungsänderungen geführt und entscheidend mit dazu beigetragen, dass sich die Kosten für das Projekt von ursprünglich 4,3 Millionen Euro auf rund 13,8 Millionen mehr als verdreifacht haben.

Um eine Erosion der Gewässersohle zu vermeiden, wird nun über die gesamte Profilbreite bis oberhalb der Mittelwasserlinie eine kostenintensive kiesige Schutzschicht eingebaut. Um trotzdem kleinräumige Umlagerungen und eine eigendynamische Entwicklung des Gewässers zu ermöglichen, wird ungesiebtes Kiesmaterial mit einem Kornspektrum von 0 bis 63 Millimeter verwendet und das Material mit einer Mächtigkeit von mindestens 50 Zentimetern eingebaut. Die Materialwahl erlaubt lokale Sohlabpflasterungen ebenso wie lokale Anlandungen von Feinsedimenten. Auch die Ablagerung von bindigen Materialien in das entstehende Korngerüst ist bei dieser Materialwahl möglich. Für die vorgesehenen Kieslaichplätze wird an der Sohle und den Ufern ein Kiesmaterial 0 bis 32 Millimetern verwendet, um das Ablegen des Fischlaiches zu ermöglichen.

Deutlich höhere Kosten mussten in Kauf genommen werden, um die Hochwasserschutzfunktion der Wände sicherzustellen. Anstatt der ursprünglich geplanten Flachgründung wurde eine Tiefgründung auf bis zu zwei Meter hohen Spundwänden erforderlich. Die Spundwände dienen zugleich als Dichtelemente. Eine geotechnische Untersuchung ergab darüber hinaus, dass eine im Dammquerschnitt verlaufende Mischwasserleitung zusätzlich mit einer Spundwand zu sichern ist. Auch der Erhalt von denkmalgeschützten Kastanien hatte eine Umplanung zur Folge. Wegen des Bauuntergrundes ist es nicht möglich, die Hochwasserschutzmauer auf Pfähle zu gründen. Eine Spundwand zur Sicherung gegen Unterströmung würde die Wurzeln der Kastanien gefährden. Die Hochwasserschutzlinie muss in diesem Bereich deshalb in die Ebene der heutigen Uferwand verschoben werden.

Gewässerökologie stark aufgewertet

Umfangreich sind die ökologischen Maßnahmen. Der neue, naturnah angelegte Gewässerlauf gliedert sich in ein bis zu sechs Meter breites Mittelwasserbett mit flachen Böschungen und breiten Vorländern, die bei höheren Wasserständen überflutet werden. Das Mittelwasserbett wird durch Totholzfaschinen, Röhrichtwalzen, Reisiglager und Felsgestein gesichert. Die Vorländer werden in wechselnden Breiten und Höhen ein- oder beidseitig des Gewässers angelegt. Ziel ist es, möglichst große Wasserwechselzonen zu schaffen. Der Gewässerverlauf zeichnet sich durch unregelmäßig verteilte Biegungen, Gabelungen und Kiesbänke aus mit variierenden Wassertiefen. Totholz an ausgesuchten Stellen initiiert eine Seiten- und Tiefenerosion.

Grafik: Wald+Corbe

Der künftige Gewässerlauf im Querschnitt. Grafik: Wald+Corbe

So wird eine naturnahe Gewässerstruktur mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten, Wassertiefen und Substraten erreicht. Eingebaute Steinblöcke und Wurzelstümpfe lenken die Strömung und fördern die Eigendynamik des Gewässers. Steinunterstände und stark verzweigte Wurzelstümpfe dienen Fischen als Schutzraum vor Fraßfeinden. Einzelne Altarme werden belassen. Dadurch werden zusätzliche Stillwasserbereiche geschaffen. Um deren Versandung zu verhindern, werden Gewässerverzweigungen und - je nach Abfluss - flach überströmte Kiesinseln geschaffen. Drei Flachwasserzonen und Kiesbereiche sind als Fischlaichplatz und Jungfischhabitat vorgesehen. Durch diesen Strukturreichtum des Gewässers wird Lebensraum für viele große und kleine Lebewesen geschaffen.

Die Ufer- und Dammböschungen werden begrünt und mit heimischen Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Rund 80 verschiedene standortgerechte Pflanzenarten sorgen für eine abwechslungsreiche Flora. Neben Landschaftsrasen und Kräutern säumen hochstämmige Bäume wie Bergahorn, Vogelkirsche, Stieleiche, Buche oder Gemeine Esche die Dämme, ebenso Sträucher wie Haselnuss, Schlehe oder Pfaffenhütchen. Röhricht und Sumpfpflanzen unmittelbar am Gewässer bieten Raum für wirbellose Tiere wie Insekten, Schnecken und Würmer. Nistkästen für Vögel, Wildbienen, Wespen, Hummeln, Bilchen fördern die Entwicklung einer vielfältigen Fauna. Für die im Gebiet bereits heimische schwache Population an Zauneidechsen wird ein Lebensraum mit Fortpflanzungs- und Ruhestätten und einem Reptilienschutzzaun angelegt.

Städtebauliche Einbindung als Naherholungsareal

Zur Umweltbildung ist die Anlage eines Naturwäldchens sowie eines Naturgartens geplant. Der Beispielgarten soll den Bürgern die Möglichkeiten aufzeigen, heimische Tier- und Pflanzenarten im eigenen Garten zu unterstützen. Das Naturwäldchen soll nach den Vorstellungen der Planer gemeinsam mit den angrenzenden Schulen entwickelt und beispielsweise als "grünes Klassenzimmer" genutzt werden. Innerhalb des Wäldchens ist ein Biotop vorgesehen.

Ergänzend zum HÖP hat die Stadt Hockenheim städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen initiiert, um den Zugang zur neuen grünen Lunge in geordnete Bahnen zu lenken. So werden Graswege entlang des Gewässers für die Naherholung angelegt, ergänzt durch asphaltierte und gepflasterte Fußgänger- und Radwege, die auch für die Unterhaltung und Pflege genutzt werden. Der nahe gelegene Messplatz wird neu gestaltet, über eine großzügige Treppenanlage mit Sitzstufen ein Zugang zum Gewässer geschaffen. Eine bestehende Brücke wird durch eine neue, leistungsfähigere mit direkter Verbindung zwischen Hauptstraße und Messplatz ersetzt, eine weitere Brücke für die landwirtschaftliche Nutzung sowie ein Steg in Höhe des Gymnasiums für Fußgänger und Radfahrer stellen Verbindungen zu den Ufern her.

Die Planfeststellung ist im Frühjahr 2014 erfolgt, der Spatenstich für das Projekt war am 21. Juni dieses Jahres. Das Projekt findet sowohl auf allen politischen Ebenen, als auch auf Seiten der verschiedenen Naturschutzverbände breiten Zuspruch und Unterstützung. Es ist konsequent an den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie ausgerichtet. Die sich entwickelnde Flora und Fauna wird die Naherholungsmöglichkeit am Bach deutlich erhöhen und für mehr städtische Lebensqualität sorgen. Mitte 2019, rechtzeitig zum Hockenheimer Stadtjubiläum, wird der neue Grüngürtel für die Bevölkerung freigegeben, der zugleich die Ortsmitte vor einem HQ100 schützt.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 12/2017 .

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