Bundesgartenschau Erfurt 2021

Hygienekonzept soll bis zu 24.000 Besucher*innen am Tag ermöglichen

Waren früher wenige Besucher*innen fatal, wird heute an Konzepten gearbeitet, die Besucherströme zu entzerren. Abb.: Heuschneider Landschaftsarchitekten

Wenn die Pandemie es zulässt, startet am 23. April die BUGA 2021 in Erfurt. Ein Hygienekonzept soll die Gesundheit der Besucher*innen und Mitarbeiter*innen schützen und überhaupt eine Öffnung ermöglichen.

Das vom Gesundheitsamt Erfurt genehmigte Konzept sieht vor allem vor, Ansammlungen in Schlangen, in der Gastronomie und auch bei den Ausstellungsflächen zu vermeiden. Änderungen gegenüber früheren BUGA gibt es daher vor allem bei Ticketing, Besucherlenkung, Veranstaltungen und Gastronomie. Zusätzliches Ordnerpersonal soll für die Einhaltung der Regeln sorgen. Ziel ist es, bis zu 24 000 Besucher*innen auf den Ausstellungsflächen zu ermöglichen. Diese sehr hohe Zahl wird voraussichtlich nur an zirka 17 Tagen prognostiziert.

Die geschätzte Verweildauer der Besucher beträgt im egapark bis zu sechs Stunden, auf dem Petersberg bis zu drei Stunden. Um die wichtigen Abstandsregeln einzuhalten, bieten die Ausstellungsflächen egapark (36 Hektar.) und Petersberg (sieben Hektar) aufgrund ihrer Größe gute Voraussetzungen. An den Orten, an denen sich Gruppen bilden können, besteht auch im Freigelände Maskenpflicht. Diese Bereiche sind besonders markiert.

Ticketing

Neu wird sein, dass es keine Tageskassen an den Eingängen gibt. Tickets gibt es nur im Vorverkauf online im Ticketshop der BUGA. Tagestickets werden über die Vorverkaufsstellen in Erfurt verkauft, sofern sie wieder geöffnet sind. Bundesweit gibt es Tickets über den Ticket Shop Thüringen der Funke Mediengruppe und über die Vertriebspartner Wolsdorff und Tobacco sowie bei Reiseveranstaltern, Hotels und Touristinformationen.

Die Tickets im BUGA-Onlineshop sind tagesgebunden. Ziel ist es, so die Besucherströme zu lenken. Die Kartenverkaufsmenge ist während der gesamten Laufzeit dann flexibel steuerbar. Mit dem Kauf einer Tageskarte entscheidet sich der Besucher, welche der beiden Veranstaltungsorte er zuerst genießen möchte - entweder egapark oder Petersberg. Dies ist auf dem Ticket ausgewiesen. Bis zu 40 Prozent der Tagesgäste sind mit diesen Maßnahmen steuerbar. Alle bisher erworbenen Tickets (ca. 50 000, tagesungebunden) bleiben gültig, Dauerkarten werden weiterhin angeboten. Restkartenverkäufe für den aktuellen Tag sind an den Eingängen vor Ort geplant, wenn es die Besucherkapazitäten zulassen.

Besucherlenkung

Die Besucherzählung erfolgt an Ein- und Ausgängen digital - so ist sichergestellt, dass das zulässige Maximum an Besuchern nicht überschritten wird. Auf der BUGA-Homepage und in der BUGA-App finden sich laufend aktualisierte Informationen über die Anzahl der Besucher an beiden Standorten. Auf der Internetseite der BUGA gibt es eine Seite "BUGA sicher" mit allen wichtigen Informationen zur Reiseplanung. Auf der Internetseite meldet ab BUGA-Start ein Ampelsystem, wie voll das Gelände schon ist (Grün, Gelb, Rot). Außerdem wird die Verfügbarkeit der vorhandenen Tageskarten anzeigt. Regelmäßig wird über die traditionell besucherschwächeren Tage informiert, die Interessierte gezielt nutzen sollten (in der Regel Montag und Freitag, außer Feiertage).

Für die Besucher der Bundesgartenschau stehen insgesamt 3800 Stellplätze auf dem neuen Parkplatz Wartburgstraße (Haltestelle EVAG "Messe P+R") sowie den angrenzenden Messeparkplätzen zur Verfügung. Die Besucher können von hier aus bequem zum egapark laufen, wenn sie ihren Besuch dort beginnen. Die Straßenbahnlinie 2 verkehrt durchgängig von der Messe zum Domplatz. Wer auf dem Petersberg startet, steigt in die Stadtbahn Richtung Domplatz. Die EVAG wird mit entsprechendem Fahrzeugeinsatz auf das Fahrgastaufkommen reagieren. An den Haltestellen und in der Bahn sind regelmäßige Durchsagen zum aktuellen Stand der Besucherzahlen geplant, so dass die Besucher bei Überfüllung ein anderes Gelände nutzen können.

Im egapark wird in westlicher Richtung vom MDR aus kommend ein weiterer Ein-/Ausgang zu den vier vorhandenen geöffnet. Besucher aus der Region mit Dauerkarten wird empfohlen, die Nebeneingänge (Südeingang, Gothaer Platz), die zu Fuß, mit dem Rad und auch per ÖPNV (neue Bushaltestelle auch am Südeingang) erreicht werden können.

Beim Petersberg steuert ein sogenannter Vorstopperposten kurz vor dem Durchgang Kommandantenhaus den Zufluss der Besucher zum Willkommensbereich/Eingang auf dem Plateau. Besucheransammlungen auf dem oberen Plateau können so vermieden werden.

Der neu errichtete Aufzug ist zunächst nur für mobilitätseingeschränkte Besucher und deren Begleitung vorgesehen. Ein zusätzlicher Ausgang im Bereich Festwiese hilft dabei, die Besucherströme zu entzerren und vom Eingangsbereich zu trennen. Auf dem Petersberg wird, im Gegensatz zu dem erheblich weitläufigeren egapark, ein Rundgang für die Besucher empfohlen. Diese Einbahnstraßenregelung vermeidet Besucherstau an Engstellen.

Busreisegruppen kommen am neuen Parkplatz Wartburgstraße an. Dieser verfügt über genügend Abstellmöglichkeiten und Toilettenanlagen. Von dort aus gelangen die Besucher mit der Stadtbahn direkt zum Petersberg, so dass der Eingang egapark entlastet wird.

Auch Mitarbeiter*innen müssen durch ein Hygienekonzept geschützt werden. Foto: ega gGmbH, Steve Bauerschmidt

Veranstaltungen

Das Veranstaltungsprogramm der BUGA 2021 basiert auf einem dezentralen Konzept mit mehr als 20 Standorten. Kleine Formate können unter bestimmten Bedingungen stattfinden. Ordner*innen und Künstler*innen sorgen während der Darbietungen für Einhalten der AHA-(L) Regeln. Es wird erst weitergespielt, wenn der Abstand stimmt und die Maske sitzt.

Bis zum 16. Mai wird auf interaktive Formate (z. B. Workshops) verzichtet. Größere Veranstaltungen werden zeitlich nach hinten geschoben. Veranstaltungsformate werden entsprechend den geltenden Verordnungen angepasst. Im Gegensatz zu früheren Planungen sollen für einige Veranstaltungen Reservierungen erfolgen (z. B. Element of Crime, die Physikanten), um die Besucherzahl nach den Vorgaben der Behörden zu begrenzen.

Für den Zutritt zum neuen Wüsten- und Urwaldhaus Danakil buchen Besucher vorab einen Timeslot online oder Restkarten direkt vor Ort.

Gastronomie

Die aktuellen behördlichen Auflagen gelten ohne Ausnahme auch für die Gastronomie im egapark und auf dem Petersberg. Zusätzliche Flächen im Freien sind aktuell in Planung. Der Schwerpunkt liegt auf der Außengastronomie. Die Gastronomen haben in enger Abstimmung mit der BUGA ein umfangreiches Hygienekonzept erstellt und werden in der ersten Phase verstärkt auf To-Go-Angebote setzen. Kapazitätseinschränkungen im Innen- und Außenbereich werden gemäß den gesetzlichen Vorgaben umgesetzt.

Maskenpflicht in geschlossenen Räumen und Hallen

Bei Ausstellungen in geschlossenen Räumen und Hallenschauen sind Kapazitätsgrenzen und Einbahnstraßenregelungen festgelegt, hier gilt Maskenpflicht. Wenn notwendig, wird es auf den Ausstellungsflächen Einbahnstraßenregelungen geben. Im Gelände sind ausreichend Desinfektionsstellen zur öffentlichen Nutzung vorhanden.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2021 .

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