IGA 2027 Ruhrgebiet

Sechs Projekte von "Unsere Gärten" ausgezeichnet - 22 Mio. Euro Fördergelder vergeben

Die IGA 2027 Ruhrgebiet verlieh Ende August sechs weiteren Projekten der kommunalen Ebene "Unsere Gärten" den 3. Stern. Bekanntgegeben wurden außerdem 30 Zukunftsprojekte des Ruhrgebiets, die 2027 in einer Ausstellung in den Zukunftsgärten präsentiert werden.
IGA Metropole Ruhr 2027 Internationale Gartenausstellungen
Der Wasser- und Natur-Erlebnis-Park am Wasserkreuz von Emscher und Rhein-Herne-Kanal an der Stadtgrenze von Recklinghausen und Castrop-Rauxel. Foto: Kemistrystorm, Eigenes Werk, CC 0

"Diese sechs Projekte haben den Qualifizierungsprozess erfolgreich abgeschlossen und ihre Finanzierung ist durch Förderzusagen oder Eigenmittel gesichert, so dass sie bis zur Internationalen Gartenausstellung in 2027 umgesetzt werden können beziehungsweise bereits umgesetzt wurden.

Für diese sechs Projekte fließen nun rund 21,6 Millionen Euro Fördermittel in Bauvorhaben mit einem Gesamtvolumen von über 70 Millionen Euro", sagte IGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas. "Damit lenken wir den Blick nicht nur auf die großen Schaugärten, sondern auch auf diese faszinierend vielfältige Region."

Insgesamt steigt die Zahl dieser Projekte damit auf 18. Die Summe der Fördermittel von Land, Bund und EU für die "Unsere Gärten"-Projekte beläuft sich damit insgesamt auf mehr als 52 Millionen Euro, die Gesamtbausumme liegt bei etwa 100 Millionen Euro.

Mit der Bochumer Parkroute und dem Ostpark Bochum erhielten zwei Projekte der Gastgeberstadt den 3. Stern, außerdem die Projekte Schleusenpark Waltrop, Maxigarten Hamm, Ruhrmoderne Stadt Marl sowie der Ruhrpark Oberhausen. Die 3. Stern-Trophäen wurden durch Nina Frense und Horst Fischer aus der Geschäftsführung der IGA 2027 Ruhrgebiet übergeben.

Bochumer Parkroute – Eine Rundtour durch Bochums Parks und Gärten

  • Bochum möchte seine Gärten als kulturelles Erbe und Lernorte erhalten, präsentieren und durch eine Parkroute aus Stadtpark, Westpark, Schlosspark und Botanischem Garten aufwerten.
  • Parks fördern Klimaresilienz, Biodiversität und Erholung, werden digital aufgewertet und durch autofreie Wege besser vernetzt, wobei eine Stadtpark-App in Entwicklung ist.
  • Der sanierungsbedürftige Stadtpark Bochum wird im Rahmen des European Garden Heritage Network von 2024 bis 2026 für rund 25 Millionen Euro saniert und zukunftsfähig gemacht.

Ostpark – Neues Wohnen mit klimaangepasster Planung in Bochum

  • Das Bochumer Wohnbauprojekt OSTPARK, inklusive der Quartiere Feldmark, Havkenscheider Park und Havkenscheider Höhe, ist das erste klimaangepasste Quartier der Region und basiert auf dem Schwammstadtprinzip mit begrünten Dächern zur Regenwasserspeicherung.
  • Das gesammelte Wasser wird in einen Landschaftssee im Havkenscheider Park geleitet, der im Frühjahr 2024 fertiggestellt wurde und als Erholungsraum sowie Regenrückhaltung dient; überschüssiges Wasser wird abgeleitet.
  • Herzstück des Quartiers ist eine Gracht mit Promenade, um die Aufenthaltsqualität weiter zu steigern.

Schleusenpark Waltrop – mit der Themenradroute KANAL VITA[L]

  • Der Schleusenpark Waltrop vereint weltweit einzigartige Kanal- und Technikgeschichte, inklusive zweier Hebewerke und des LWL-Museums Schiffshebewerk Henrichenburg, ist jedoch bisher nur eingeschränkt erlebbar.
  • Geplante Verbesserungen umfassen einen neuen Eingangsbereich mit Gastronomie, barrierefreie Wege und die Öffnung für die Umgebung, während die Themenradroute KANAL VITA[L] acht Erlebnis- und Verweilstationen entlang des Kanals und im Schleusenpark mit einem immersiven Audioguide bietet, um die Kanalgeschichte und die Zukunft der Kanalschifffahrt zu vermitteln.
  • Damit soll der Park touristisch aufgewertet werden, was durch die erfolgreiche RWP-Tourismusförderung (10,8 Millionen Euro für LWL und Stadt Waltrop) bestätigt wurde. Die Gesamtinvestitionen durch Fördergelder und Eigenmittel des LWL sowie der Stadt Waltrop belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro.

Maxigarten – Kompetenzzentrum im Maximilianpark Hamm

  • Der Maximilianpark in Hamm, der auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Maximilian entstand und 1984 zur ersten Landesgartenschau in NRW wurde, entwickelt sich zu einem Gartenkompetenzzentrum im Rahmen des IGA-Konzepts MAXIGARTEN, das nachhaltige Gestaltung, Umweltbildung und Klimaanpassung fördert.
  • Die Umgestaltung umfasst neue Angebote in Umweltbildung und Naturerleben mit internationalem Anspruch, um den Park als Ort für Fachwissen und innovative Gartengestaltung weiter auszubauen.
  • Investitionssumme gesamt: 10 Millionen Euro, darin 5,5 Millionen Euro aus der Bundesförderung "Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel"

Ruhrmoderne Stadt Marl – Baukultur und Ikonen der Ruhrmoderne in der grünen City Marl

  • Das Marler Zentrum aus den 1950er Jahren soll durch nachhaltige Aufwertung der Freiflächen, inklusive Friedenspark, zu einem lebendigen, klimafreundlichen Stadtzentrum entwickelt werden.
  • Der Plan erfolgt kooperativ mit Anwohnern, Kindern und Jugendlichen.
  • Das Projekt wird bei der Städtebauförderung NRW empfohlen (3,029 Millionen Euro).

Ruhrpark Oberhausen – Grüne Runde im Stadtteilpark

  • Der Ruhrpark in Oberhausen, gestaltet im englischen Landschaftsstil, soll sich künftig auf Erholung, Ökologie und Partizipation konzentrieren.
  • Geplant sind nachhaltige Maßnahmen wie heimische Gehölze, Blumenwiesen und Wassermanagement sowie ein Beobachtungsbalkon am Ruhrteich, der Umweltbildung fördert.
  • Das Projekt wurde bei der EFRE-Förderung "Grüne Infrastruktur" empfohlen, mit einem Gesamtvolumen von ca. 2,53 Millionen Euro, davon 90 Prozent Förderung.

SUG-Stellenmarkt

Relevante Stellenangebote
Fachkraft für Waldökologie (m/w/d), Stuttgart  ansehen
Projektleitung in der Bauüberwachung..., Wiesbaden  ansehen
Gärtner:in (w/m/d), Frankfurt am Main  ansehen
Alle Stellenangebote ansehen

Ausgewählte Unternehmen
LLVZ - Leistungs- und Lieferverzeichnis

Die Anbieterprofile sind ein Angebot von llvz.de

Redaktions-Newsletter

Aktuelle grüne Nachrichten direkt aus der Redaktion.

Jetzt bestellen