Bodenwissenschaftlerin

Ingrid Kögel-Knabner mit Deutschem Umweltpreis geehrt

Die Bodenwissenschaftlerin Prof. Dr. Ingrid Kögel-Knabner von der Technischen Universität München erhält zur Hälfte den mit 500 000 Euro dotierten Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Zweiter Preisträger ist der Unternehmer Reinhard Schneider aus Mainz, der mit seiner Firma Werner & Mertz in der Wasch- und Reinigungsmittelbranche auf ganzheitliche nachhaltige Produktion setzt. Der Preis wird am 27. Oktober in Mannheim von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

Kögel-Knabner studierte Geoökologie an der Universität Bayreuth, wo sie 1987 in Bodenkunde promovierte und 1992 habilitierte. Im gleichen Jahr trat sie die Professur für Bodenkunde und Bodenökologie an der Ruhr-Universität Bochum an. Seit 1995 hat sie den Lehrstuhl für Bodenkunde an der Technischen Universität München inne. Sie ist Mitglied verschiedener Gremien, unter anderem des Bioökonomierats der Bundesregierung. Seit 2015 wird sie regelmäßig in der Liste der "Highly Cited Researchers" geführt und zählt damit zu den weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftlern.

DBU-Generalsekretär Alexander Bonde betonte, es sei Kögel-Knabner als einer der renommiertesten und einflussreichsten Bodenwissenschaftlerinnen der Welt gelungen, die zentrale Rolle des im Vergleich zu Luft und Wasser in seiner Bedeutung "fatal unterschätzten" Umweltmediums Boden in den Fokus zu rücken. Meilenstein ihrer Forschungen sei die Entdeckung gewesen, wie Kohlenstoff als organische Substanz im Boden gebunden wird. Denn Böden seien über die Aufnahme des klimaschädigenden Kohlenstoffdioxids aus der Luft durch Pflanzen zwar einerseits einer der weltgrößten Speicher für Kohlenstoff, aber beim Zersetzungsprozess der Pflanzen gäben sie andererseits auch Treibhausgase frei. Deshalb sei ihre Funktion wichtig für das Klima - und den Verlauf des Klimawandels. Bonde: "Aus ihrer Forschungsarbeit ergab sich ein völlig neues Verständnis für die Kapazität von Böden, Kohlenstoff aufzunehmen und zu speichern. Vor allem aber lieferte Kögel-Knabner Antworten auf die Frage, auf welchen Böden eine Kohlenstoffspeicherung nachhaltig möglich ist, um dem Klimawandel entgegenzuwirken." DBU/globa

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 10/2019 .

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