Giardina in Zürich

Innovative Gestaltungstrends

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Wiesenstreifen: Wie schon auf der Chelsea Flower Show setzen auch die Gartenarchitekten auf der Giardina Akzente mit mittelhohen Stauden und Anuellen. Fotos: Sibylle Eßer

Immer auf der Suche nach neuer Inspiration für die kommenden Gartenschauen und BUGA Parks war die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft dieses Jahr in der Schweiz unterwegs:

Rund 250 Aussteller präsentierten sich Mitte März auf der Messe Giardina in Zürich. Sie ist mit 32 Sonderschauen und Themengärten der Laufsteg für innovativen Gartenbau. Das Angebotsspektrum umfasst zudem die Bereiche Gartengestaltung, Gartenbauelemente, und -dekoration, Pflanzen, Floristik und Outdoormobiliar. Alles wird auf 30 000 Quadratmetern phantasievoll inszeniert. Hier arbeiten erfahrene Büros mit den Stars und den Newcomern der grünen Branche zusammen. Qualifizierte und interdisziplinäre Projektteams gestalten 1:1 gebaute Sonderschauen (über 200 Quadratmeter), Showgärten (70 bis 200 Quadratmeter), Ideengärten (20 bis 40 Quadratmeter) und Pflanzenausstellungen, die wie auf einer BUGA in den Wettbewerb gehen und mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet werden.

Solitäre: Kiefern und Wolkenschnittgehölze dominieren die kleinen Gärten. Mächtige Natursteine im Kiesbett schaffen Struktur und das Gefühl, mitten in der Natur zu sein.

Berger Gartenbau: Sanft modellierter Garten, der von Gräsern geprägt ist. Eine Betonmauer mit eingelassenen Steinen und Muscheln umschließt das windbewegte Paradies.

Was uns auffiel: der Wunsch nach Sinnlichkeit und Begegnung mit der Natur steht wieder stärker im Vordergrund. Zunehmend werden ganz bewusst einheimische Pflanzen für den eigenen Garten gewählt, auch Naturstein und Holz aus regionaler Produktion ist für Abgrenzungen und Sichtschutz gefragt.

  • Farne und Zwerggehölze machen Baumscheiben attraktiver, Solitärgehölze dagegen strukturieren Gartenbereiche.
  • Alles ist besonders: Wegebeläge und Beetabdeckungen sind aus zerstoßenen Nussschalen oder Muschelkalk, die für ungewohnten Trittschall sorgen.
  • Wasserläufe spielen eine zunehmend größere Rolle für die Kontemplation und Inszenierung.
  • Das Grün von Blattpflanzen und Gehölzen löst bunte Kleinteiligkeit im Themengarten ab. Dafür waren Randbepflanzungen oftmals wie ein blühender Wiesenstreifen mit unendlich viel selbstaussamenden mittelhohen Stauden und Annuellen gestaltet. Außergewöhnliche und überraschende neue Pflanzenzusammenstellungen!
  • Eindrucksvoll unterstrich Licht Pflanzen und Gestaltungselemente. Mit neuen Leuchtmitteln in raffinierter Verlegetechnik. Es ging nicht oberflächlich um Effekte, sondern um das Herausstellen einer Wuchsform oder der Baumrinde oder nur um Schattenbildung.

Ganz klar: die Giardina bot viele Ideen, deren Umsetzung Gärten und Parks - und wenn auch nur in Teilbereichen - attraktiver machen würden. Mein Tipp: öfter mal über den Zaun ins Nachbarland gucken - zumindest googeln, was so geboten wird, siehe: www.giardina.ch, www.rhs.org.uk/Shows-Events/, www.facebook.com/EllerslieFlowerShow/

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2014 .

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