Erfurt

Deutsches Gartenbaumuseum und egapark feiern 65. Jubiläum

Mit dem Beginn der neuen Saison startet das Deutsche Gartenbaumuseum (DGM) in ein besonderes Jubiläumsjahr: 2026 feiern sowohl das Museum als auch der egapark Erfurt ihr 65-jähriges Bestehen. Der Saisonauftakt steht damit im Zeichen der eigenen Geschichte, des umgebenden Parks sowie der zukünftigen thematischen Ausrichtung des Museums.
Jubiläum Internationale Gartenausstellungen
Im vergangenen Jahr besuchten mehr als 40.000 Gäste das Deutsche Gartenbaumuseum im egapark. Foto: Wikicommons/Lukas Götz/CC BY-SA 3.0

Im Vorfeld des Jubiläums hat sich das Museum intensiv mit seiner Institutionsgeschichte und seiner Sammlung beschäftigt. Archive wurden gesichtet, bislang nicht inventarisierte Objekte und Archivalien der Internationalen Gartenbauausstellung (iga) in die Sammlung aufgenommen und zentrale Entwicklungslinien des Hauses aufgearbeitet. Dabei wurde erneut deutlich, wie eng die Geschichte des Museums mit der Entwicklung der iga als "Park der Moderne", dem heutigen egapark, sowie mit der Geschichte des Gartenbaus in Deutschland verbunden ist.

"Die zurückliegenden 65 Jahre Gartenbaumuseum bedeuten für uns, nach unseren Ursprüngen zu fragen, gleichzeitig aber auch eine zeitgemäße Ausrichtung für die kommenden Jahre zu entwickeln", sagt Stiftungsvorständin Ulrike Richter.

"Wir wollen unsere Rolle als Leitmuseum und überregionaler Impulsgeber zu grünen Themen weiter stärken. Die Erforschung und Vermittlung der internationalen und regionalen Gartenbaugeschichte – ergänzt durch aktuelle und zukünftige Fragestellungen – wird unser Ausstellungsprogramm prägen."

Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird die Sonderausstellung "iga*61. Die DDR durch die Blume" sein. Sie ist ab Mitte August im Deutschen Gartenbaumuseum zu sehen und beleuchtet das Zusammenspiel von politischem Anspruch, Architektur und gesellschaftlichem Alltag auf der "Internationalen Gartenbauausstellung der sozialistischen Länder" der DDR in Erfurt.

Mit mehr als 120 Originalexponaten, Dokumenten und Zeitzeugenberichten entsteht ein facettenreiches Bild dieser bedeutenden Leistungsschau zwischen Kulturpark, politischer Repräsentation und Alltagsort.

Auch aktuelle Themen werden im Jubiläumsjahr aufgegriffen. So zeigt das Museum vom 26. April bis 21. Juni 2026 die künstlerische Ausstellung "Chernobyl Herbarium" der französischen Künstlerin Anaïs Tondeur.

Vierzig Rayogramme von Pflanzen aus der Sperrzone von Tschernobyl machen darin die unsichtbaren Spuren nuklearer Kontamination sichtbar und verbinden wissenschaftliche Fragestellungen mit künstlerischer Reflexion.

Das Land Thüringen fördert das Museum seit vielen Jahren – allein 2026 mit rund 970.000 Euro. Weitere Unterstützung für das Jubiläumsjahr und die große Ausstellung erhält das Museum unter anderem von der Kulturstiftung der Länder, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur sowie der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

ph/Deutsches Gartenbaumuseum

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