Ariella Masboungi et Antoine Petitjean

Jacqueline Osty - Scénographie des plaisirs urbains - Grand Prix de l'urbanisme 2020

Ariella Masboungi et Antoine Petitjean: Jacqueline Osty - Scénographie des plaisirs urbains - Grand Prix de l'urbanisme 2020?

  • Editions Parenthesès 2020,
  • 224 S.,
  • 136 farbige Abb.,
  • 18 Euro,
  • ISBN 978-2-86364-420-1

Der Grand Prix de l'urbanisme wird seit 1989 jährlich von einer internationalen Jury an ausgewählte Stadtplaner*innen verliehen. Zur Preisverleihung wird jeweils ein Buch über die Ausgezeichneten in der Collection Grand Prix de l'urbanisme veröffentlicht. 2020 wurde die Landschaftsarchitektin Jacqueline Osty ausgezeichnet. Sie ist innerhalb von 30 Jahren erst die dritte Frau als Preisträgerin. Warum diese Veröffentlichung hierzulande vorstellen? Es gibt verschiedene Aspekte, die das Buch interessant machen: Der Blick in das Nachbarland: Grün und Freiräume stehen in Frankreich aktuell in der Stadtplanung sehr im Blickpunkt. Das war bereits vor Corona so. In der Pandemie wird in der Öffentlichkeit die Bedeutung von Freiräumen noch viel stärker wahrgenommen und thematisiert, dass Freiräume und Grün in der Stadtentwicklung unverzichtbar sind. In dieser Situation erhält eine Landschaftsarchitektin den Prix de l'urbanisme, deren Arbeit sich nicht durch gebaute Architektur im engeren Sinne ausgezeichnet, sondern durch die Gestaltung der Freiräume, nicht der Zwischenräume, wie es häufig in der Stadtplanung gesehen wird. Das Portrait einer Kollegin: Sie versteht sich als Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, die Stadt und Landschaft verknüpft und betont, wie wichtig es ist, Topografie, Geologie und Boden, Spuren der Geschichte und Erinnerungen, auch von agrarischen Nutzungen als Grundlage der Planung herauszuarbeiten bevor es um Baukörper, Quadratmeter umbauten Raum und Gebäudehöhen geht.

Der planerische Ansatz: Stadt und Landschaft dürfen nicht getrennt voneinander betrachtet und gestaltet werden. J. Osty sucht Verknüpfungen, um Grenzen zu verwischen und die Stadt mit Elementen der Natur in zu infiltrieren, damit Natur die Stadt fließt; sie arbeitet in großen und kleinen Maßstäben. Freiräume sieht sie als ein Bühnenbild für Begegnungen im öffentlichen Raum. Dafür verwendet Osty moderne Elemente, wie sehr breite gradlinige asphaltierte Wege und bauliche Elemente als Achsen, in Kombination mit geometrisch angelegten, üppigen und naturnahen Pflanzflächen. Sie setzt auf Nachhaltigkeit mit einem Energie- und Wasserressourcenmanagement, ökologische Prinzipien, Jahreszeiten und das Thema Wasser, um Natur zurück in die Stadt zu bringen. Ihr Ziel ist es, ein Gewebe aus Wegen und natürlichen Elementen zu schaffen. Angesichts einer sich ständig verändernden Welt geht es ihr immer mehr um die Transformation des Bestehenden als um die reine Neugestaltung. Ausgezeichnete Projekte: Bedeutende Planungen von Osty und ihrer Arbeitsgruppe sind Konversionsprojekte in den alten Hafenarealen von Nantes und Rouen, der Parc Clichy-Batignolles Martin-Luther-King in Paris und der mit dem Grand Prix du paysage (frz. Landschaft) 2005 ausgezeichnete Park Saint Pierre in Amiens. Einzelne Projekte werden in Stadt + Grün in diesem Jahr vorgestellt. Ihr planerischer Ansatz, verdeutlicht durch zahlreiche Abbildungen, großformatige Fotos von Projekten und Texten der Preisträgerin, Interviews mit ihr sowie Reflektionen über ihre Arbeitsweisen und der realisierten Projekte in kurzen Statements von Fachkolleg*innen, (allerdings alles auf Französisch) machen das vorgestellte Buch interessant. Verone Stillger

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2021 .

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