Demopark 2019

Kommunaltechnik wird automatisierter und digitaler

Den Mittelpunkt der Sonderschau Rasen bilden die vom Bundessortenamt für die Rasennutzung zugelassenen und geprüften Sorten der wichtigsten Gräserarten. Foto: Patzer Verlag

Vom 23. bis 25. Juni heißt es in Eisenach wieder 'Anfassen, Einsteigen und Ausprobieren', wenn die demopark zum elften Mal ihre Tore öffnet. Erwartet werden bei der Freilandausstellung für die grüne Branche mehr als 35 000 Besucher aus den Kommunen, dem Garten- und Landschaftsbau und den Verbänden. Mit rund 400 Ausstellern navigiert der Veranstalter erneut scharf an der Kapazitätsgrenze. Der Grund dafür: Viele Aussteller haben ihre Flächen erweitert, um den Praktikern mehr Technik zeigen zu können. Knapp 80 Aussteller aus insgesamt 16 Ländern sind ebenfalls dabei.

Hersteller auf Digitalisierungskurs

Technisch stehen die Zeichen klar auf Digitalisierung. "Wir beobachten aktuell vor allem eine Entwicklung, die dafür sorgt, dass Automatisierung und Digitalisierung verstärkt zu einer funktionalen Einheit verschmelzen", sagt Bernd Scherer, Messedirektor und Geschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Autonome Bedienkonzepte, Predictive Maintenance, vernetzte Fahrzeugkonzepte, digitale Logistikketten und softwaregestützte Dokumentationsprozesse prägen das Innovationsgeschehen. So werden bereits erste autonome Kehrmaschinen getestet. Sie sind mit Lasersensoren ausgestattet und fahren - ähnlich wie Mähroboter auf Sportplätzen und Grünflächen - selbstständig durch die Straßen. Noch sind autonome Arbeitsmaschinen Zukunftsmusik, weil viele rechtliche Fragen geklärt werden müssen. Aber auch hierzu können die Aussteller der demopark eine Einschätzung abgeben: Woran wird gearbeitet, womit können Kommunen in den nächsten Jahren rechnen?

Neu entwickelte Elektromaschinen mit unterschiedlichen Akku- und Ladesystemen sind auch wieder ein Schwerpunkt in Eisenach. Vom Elektro-Kompakttraktor bis hin zur Akku-Heckenschere - alle namhaften Hersteller der verschiedenen Geräteklassen sind auf dem Messegelände vertreten. Besucher haben die Möglichkeit, die Maschinen und ihre Anbaugeräte auf dem 25 Hektar großen Messegelände zu testen.

Der Dienstag ist für Kommunalthemen reserviert. Unter dem Motto "Praxisorientierte Technologien für die Kommune" werden in einem Konferenzprogramm neue Konzepte und Produktinnovationen präsentiert und diskutiert. Dabei sollen digitale Vernetzungsideen ebenso Berücksichtigung finden wie konventionellere Ansätze.

Zur demopark vom 23. bis 25. Juni werden mehrere Tausend Besucher aus der grünen Branche erwartet. Foto: Patzer Verlag

Aktueller Forschungsstand zu Rasen im Programm

Mit der Sonderschau Rasen präsentiert die demopark Themen zur Pflege und Qualitätssicherung von Rasenflächen. Unter der Schirmherrschaft der Deutschen Rasengesellschaft (DRG) werden aktuelle Forschungsschwerpunkte an deutschen Hochschulen sowie ausgewählte Bachelor- und Masterarbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses vorgestellt. Außerdem können sich die Fachbesucher zu Themen wie nachhaltige Rasenpflege, biologische Schädlingsbekämpfung und Qualitätsmanagement im Golf- und Fußballrasen informieren. Zudem stehen Posterautoren sowie weitere Mitglieder der DRG an allen Tagen für den fachlichen Austausch zur Verfügung.

Der praktische Teil richtet sich jeweils an die Zielgruppen der Schwerpunkttage: Dabei geht es um die Erneuerung von Hausrasen, programmierbare Assistenzsysteme sowie effektive Mähsysteme und den Dauerbrenner Rasenqualität.

Den Mittelpunkt der Sonderschau Rasen bilden die vom Bundessortenamt für die Rasennutzung zugelassenen und geprüften Sorten der wichtigsten Gräserarten. So erwartet die Besucher unter anderem ein vielfältiges Spektrum an Weidegräsern, Wiesenrispen und verschiedenen Schwingelarten. Zu sehen bei der Sonderschau ist erneut die Anlage einer "Cross-Ansaat". Hierbei werden jeweils zwei Gräserarten mit unterschiedlichen Sorten getestet. Die einzelnen Sorten einer Art sind dabei in Bahnen angelegt, die sich mit den Bahnen anderer Sorten kreuzen. So entstehen zahlreiche Einzelparzellen mit unterschiedlichem Charakter. Für den Fachbesucher werden auf diese Weise Qualitätskriterien wie Konkurrenzkraft, Farbausprägung oder Narbendichte sichtbar gemacht.

Interessenten aus dem Kommunalbereich sowie aus dem Greenkeeping für Golf- und Sportanlagen erhalten auf Wunsch ein Teilnahmezertifikat von der DRG oder dem Greenkeeper Verband Deutschland (GVD) - beispielsweise zur Anerkennung im GVD-Weiterbildungsprogramm.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 06/2019 .

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