Großbritannien

Landschaftsarchitekten fordern nachhaltige Hochwasserstrategien

Das Gebiet um Burrowbridge in Somerset am 14. Januar 2014 war mit am schwersten vom Hochwasser betroffen. Foto: Mike Smith, CC Attribution-ShareAlike 2.0

Das britische Institut für Landschaftsarchitektur (Landscape Institut) hat zusammen mit zwölf Berufsverbänden und Forschungsinstituten einen Brief an den britischen Premierminister veröffentlicht, der zu einem nachhaltigen und interdisziplären Wassermanagement in der Landschafts- und Stadtplanung auffordert, um künftig Hochwasser zu vermeiden. Die Gruppe, der auch das Chartered Institute of Water and Environmental Management, The Institution of Environmental Sciences, Royal Institution of Chartered Surveyors angehören, fordert ein komplettes Umdenken, wie die Stadtplanung mit der natürlichen und der gebauten Umwelt umgeht. Der Brief stellt klar, dass eine umfassende Palette von Wasser-Management-Techniken hätte helfen können, die Schäden in den betroffenen Städten und Dörfern zu vermeiden oder zu minimieren. Zugleich warnen die Unterzeichner davor, Baggerarbeiten in den Flüssen als ein Allheilmittel für die Probleme anzusehen. Bei den schwersten Regenfällen in Großbritannien seit Beginn der Aufzeichnungen 1910 wurden im Januar und Februar 2014 rund 5000 Häuser überflutet, 140 000 waren ohne Strom. Die Schäden werden auf eine Summe von 14 Milliarden Pfund geschätzt, das sind knapp 17 Milliarden Euro.

Stattdessen müssten verschiedene Fachdisziplinen wie die Fortwirtschaft und die Landschaftspflege eingebunden werden, um neue Hochwasserschutz-Systeme zu entwickeln. Zudem seien bei allen Neubauten nachhaltige Entwässerungssysteme zwingend vorzuschreiben. Sue Illman, Präsidentin des Landscape-Institut sagte: "Warum müssen wir jetzt Geld dafür aus, die Häuser wieder instand zu setzen, anstatt dieses Geld zuvor in Techniken zu stecken, die das Hochwasser verhindert hätten? Das Landscape Institute werbe ist seit langem für eine Wasser-Sensitive-Planung in den betroffenen Städten. Download des Briefes unter: www.landscapeinstitute.org/PDF/LettertoPrimeMinist...

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 06/2014 .

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