Kommentar

Langer Weg bis zum Spielplatz

Ute Eckardt, SB Planung/Projektmanagement/Spielplätze, Landeshauptstadt Dresden, und Leitung GALK-AK Spielen in der Stadt. Foto: Mechthild Klett

Wir brauchen mehr Spiel- und Bewegungsangebote im Freiraum, das ist spätestens mit der Corona-Pandemie und dem spürbar werdenden Klimawandel der Öffentlichkeit und Politik klargeworden. Initiativen, Anfragen und Aktionen beschäftigen die Ämter. Warum hat die Verwaltung bisher nicht deutlich mehr Spielfläche geschaffen, besser ausgestattet und gepflegt?

Am Geld soll es doch nicht liegen! Und so geschehen mancherorts nicht mehr geglaubte Wunder: Finanzmittel werden bereitgestellt. Spielplatzbau ließe sich doch wunderbar mit anderen Schwerpunkten wie Klimaschutz, Gesundheitsvorsorge, Inklusion, Biodiversität oder Regenwasserbewirtschaftung kombinieren. Lasst euch mal etwas einfallen, liebe Grünflächenämter, aber vor allem schnell.

Doch wie sieht es aus in den Kommunen? Die Freude über die neu erworbene Aufmerksamkeit, die sich in Haushaltmitteln äußert, ist groß, wird aber häufig getrübt durch die miserable Personalausstattung. Engagierte Angestellte hatten schon immer ausreichend zu tun, aber wenn ein Teil der Stellen nicht besetzt ist, viele krank sind, einige in das Gesundheitsamt oder die Ukraine-Hilfe abgeordnet wurden, lässt sich kaum der Alltag bewältigen, geschweige denn lassen sich innovative Konzepte umsetzen. Diese braucht es aber unbedingt, denn der Freiraum wird durch die beschlossene Schaffung von Wohnraum knapper werden. Multicodierung ist bisher nur ein Schlagwort, dem neuartige Lösungen folgen müssen.

Wir in den Grünflächenämtern möchten die vielfältigen Herausforderungen annehmen, benötigen dazu Verständnis für die aktuelle Situation sowie Geduld bei der Umsetzung und wünschen uns, dass die Aufmerksamkeit für Stadtgrün und Spielplätze keine Eintagsfliege bleibt. Von der Finanzierung bis zur Einweihung ist es ein langer Weg, für den Eile schädlich wäre.

Beteiligungsaktionen, Baugrunduntersuchungen und Altlastenbeseitigung, Beschaffung von geeigneten Grundstücken, Bauanträge, Gutachten, produktneutrale Ausschreibungen, Verkehrsführung während der Bauzeit, Liefersorgen und ausgelastete GaLaBau-Firmen - es sind viele Probleme zu lösen, wenn das Projekt alle zufrieden stellen soll. Schneller Geldabfluss ist kein Qualitätsmerkmal, wenn nicht äquivalent die Leistungsfähigkeit der Verwaltung gestärkt wird.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 05/2022 .

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