Positionspapier

"Leistungsfähigkeit der Weihenstephaner Gärten langfristig sichern"

Der Sichtungsgarten in Weihenstephan im Frühling. Foto: Christian Sieweke, eigenes Werk, CC BY-SAS 3.0

Den Verlust der Leistungsfähigkeit der Weihenstephaner Gärten mit ihrer wichtigen Funktion für Profi- und Freizeitgartenbau sowie Ausbildung und Umweltberatung fürchtet ein breites Verbändebündnis gärtnerischer Berufsverbände und Freizeitgärtnerorganisationen. Sie haben ihre Wertschätzung in einem Positionspapier manifestiert und die Notwendigkeit einer langfristig tragfähigen Personal- und Finanzausstattung für die Anlagen unterstrichen.

Die Weihenstephaner Gärten (WEG) bieten seit 1947 engagierten Freizeitgärtner*innen und Profis gleichermaßen Orientierung und Basis stetigen Wissenszuwachses. Die Gärten dienen der Erforschung und Sichtung von Freilandzierpflanzen vor allem in Bezug auf biologische Vielfalt. Sie sind für die Ausbildung der Fachkräfte in der grünen Branche unverzichtbar.

"Mit großer Sorge beobachten die unterzeichnenden Organisationen, dass in den letzten zwei Jahrzehnten beständig Einsparungen vorgenommen wurden, die die Funktion und Leistungen der Weihenstephaner Gärten bedrohen. Die bereits erfolgte Aussetzung der Sichtung der ADR-Rosen ist als Warnsignal zu verstehen, dass nun eine Grenze erreicht ist. Der Wegfall weiterer Arbeiten ist zu befürchten, der unwiederbringliche Folgen haben kann. In Zeiten der Klimaveränderungen und des Rückgangs der biologischen Vielfalt sind hingegen weitere Förderungen der vorhandenen Forschungen notwendig.

Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat sich erklärtermaßen zum Ziel gesetzt, die Leistungsfähigkeit bei Wissenstransfer und Weiterbildung von Gesellschaft und Wirtschaft zu verbessern. Auch vor diesem Hintergrund sind die Unterzeichner überzeugt, dass die Weihenstephaner Gärten personell sowie finanziell ausreichend ausgestattet werden müssen. Die angekündigte Erstellung eines "Zukunftskonzeptes WEG 2030" werden die Unterzeichner als wichtige Partner der Hochschule sowie Wissensmittler beobachten und begleiten. Dafür bleiben Branche und Hochschule im Gespräch".

Zu den Unterzeichnern des Positionspapieres zählen der Zentralverband Gartenbau (ZVG), der Bundesverband Zierpflanzen (BVZ), der Bund deutscher Staudengärtner (BdS), der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), der Bund deutscher Baumschulen (BdB), das Kuratorium der Karl-Foerster-Stiftung, der Verband Botanischer Gärten (VBG), die Internationale Stauden-Union (ISU), die Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS), der Bayerische Gärtnerei-Verband (BGV), der BdB Landesverband Bayern, der BGL-Landesverband Bayern, der Fachverband Deutscher Floristen (FdF) Landesverband Bayern, der Landesverband Bayerischer Kleingärtner (LBK) und der Freundeskreis Weihenstephaner Gärten.

Das Positionspapier kann hier heruntergeladen werden:
www.g-net.de/files/download/Pressemeldung/2022/Bilder/220222_WEG_Positionspapier.pdf

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 04/2022 .

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