Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Unter dem Hashtag #fridaysforfuture demonstrieren seit einigen Wochen weltweit freitags Schüler für den Klimaschutz und schwänzen die Schule. In Bayern hat ein Volksbegehren gegen das Bienensterben die Landespolitiker überrascht und in Zugzwang versetzt. 1.745.383 Unterschriften wurden für ein besseres Naturschutzgesetz gesammelt.

Dass für Artenschutz und gegen Klimawandel mehr passieren muss, wissen Kommunen und private Gärtner schon seit langem und tun entsprechend viel dafür. Etwa bei der Pflanzenauswahl, die immer insektenfreundlicher wird. Viele wissen schon, dass man durch das Ansiedeln etwa von Reseden mit hoher Wahrscheinlichkeit Resedenmaskenbienen anlocken kann oder mit Zaunrüben die Zaunrübensandbienen.

Besonders geeignet sind die einheimischen Wildpflanzen, zu der etwa die Wilde Möhre gehört. Auf ihr finden sehr viele verschiedene Insektenarten - von der Wildbiene, über Käfer und Schmetterlinge bis hin zu Schwebfliegen - ihre Nahrung. Aber auch hohe Stauden können Vögeln wie den Stieglitzen Schutzräume bei der Nahrungssuche bieten.

Mit umsichtigen Konzepten bei der Pflanzenauswahl wird also schon viel gewonnen. Wie diese funktionieren, kann vielerorts in den wiederbelebten Schulgärten erforscht werden. Und ganz praxisbezogen wird Obst und Gemüse von Schülern selber angepflanzt und geerntet. Biologisches Wissen und gärtnerische Arbeit kann so mit den großen Fragen der Schülerdemos verknüpft werden.

Beste Grüße

Mechthild Klett

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 03/2019 .

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