Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser!

von

Der Blick über den Tellerrand in europäische Nachbarstädte und -gärten - in dieser Ausgabe sogar ein Blick bis nach Australien - vermittelt immer zweierlei: Zum einen das Neue, Unbekannte, Andersartige und Exotische, das Anregungen, vielleicht sogar Erkenntnisse für die eigene Arbeit bietet und das Verständnis für das kulturelle Erbe vertieft. Zum anderen die Neubewertung dessen, was wir bei uns haben: Die Möglichkeit an vielfältiger Mitbestimmung gerade auch in Bezug auf die Garten- und Grünflächengestaltung, auch wenn sie zuweilen für Planer und Gartenamtsleiter recht anstrengend ist. Und eine friedliche und gedeihliche Entwicklung in Deutschland, angesichts der Jugoslawienkriege, die Anfang der 1990-Jahre den Balkan erschüttert haben und dessen Narben in Sarajewo noch erkennbar sind. In der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina arbeiten die Bewohner jetzt an einer neuen Identität. Doch ausgerechnet diese lässt die Narben teils noch stärker hervortreten.

Schließlich führt uns ein Artikel in die niederländische Stadt Almere, die - erst 40 Jahre alt - schon mehr als 200 000 Einwohner hat und vier Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Sie wurde am Reißbrett entworfen und mit umfangreicher Grünstruktur ausgestattet - eine Boomtown, die bis 2030 sogar auf 350 000 Einwohner anwachsen soll. Eine Stadt, die offenbar kein Marketing braucht, von dem - gut gemacht - die Gärten und Parks hierzulande allerdings erheblich profitieren können, denn fröhliche Bürger, ziehen andere nach sich.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Mechthild Klett

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 11/2014 .

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