Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Das Lennéjahr 2016 gibt Anlass, über den Gartenkünstler neu nachzudenken, seine Werke zu würdigen und seine Biographie zu vervollständigen. Es ist wohltuend, wenn uns eine solche Ausnahmeerscheinung näher gebracht und dabei auf eine kritische Betrachtung nicht verzichtet wird. Das ist lehrreich, nicht nur für Landschaftsarchitekten und Gartengestalter, sondern auch für alle, die mit Entscheidern zu verhandeln haben. Denn Peter Joseph Lenné beherrschte nicht nur die Gartenkunst, sondern war auch ein großer Kommunikator und ehrgeiziger Manager. Ohne diese Eigenschaften wäre er sicher nicht so erfolgreich und berühmt geworden.

Der hehre Anspruch an die Gartengestaltung "Zurück zur grünen Natur" geht leider neuerdings in einigen Regionen immer mehr verloren: Besonders schlaue Sparfüchse schütten ihren Vorgarten mit Schotter zu, um ihn - ohne jeglichen Gestaltungsanspruch - pflegeleicht zu halten. Wenn dann auch noch Plastikplanen mit aufgedruckten Gabionenfotos verwendet werden, ist das wirklich ein trauriger Anblick.

Eine glückliche Hand haben hingegen viele Nischenkenner. Dachbegrünungen und ökologisches Pflegemanagement von Stauden werden auf ihre Eignungen immer besser erforscht. Schmetterlings- und Wildbienenmischungen gibt es inzwischen in jedem Gartenmarkt zu kaufen. Aber auch Profis achten verstärkt darauf, durch eine geeignete Pflanzenverwendung die Biodiversität nachhaltig zu erhöhen.

Mit freundlichen Grüßen,

Ihre Mechthild Klett

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 03/2016 .

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