Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Wer in der Stadtentwicklung ehrgeizige Projekte verfolgt, ist immer

auch mit den Wünschen der Anwohner konfrontiert. Es werden jede Menge

Gespräche organisiert, Informationen gegeben und Ideen verworfen, andere

neu eingearbeitet. Ein aufwendiges Verfahren - aber es lohnt sich.

Dabei

geht es nicht nur darum, den eigenen Horizont als Planer oder Anwohner

zu erweitern, sondern es geht um echte Teilhabe und bürgerschaftliches

Engagement, das den sozialen Frieden im Stadtteil garantiert.

Auch

für die Verwaltung ist dies eine große Lernaufgabe, denn es erfordert

mehr interdisziplinäre Kommunikation unter verschiedenen Ressorts und

häufig auch von politisch unterschiedlich geführten Behörden.

Wir

brauchen ein atmendes System, dass sich selbst immer wieder korrigieren

kann. Externe Experten müssen dazu geholt werden können, ohne dauerhafte

Strukturen zu schaffen. Wenn Lorbeeren zu ernten sind, müssen sie auf

alle Ressorts verteilt werden, auch wenn bei einer Behörde die

Federführung liegt. Anwohner müssen bereit sein, Fakten wahrzunehmen,

die nicht in Ihr gängiges Bild passen. Diplomatisches Geschick, sehr

gutes Kommunikationsvermögen und die Fähigkeit zum Interessensausgleich

bei Beibehaltung der hohen Fachlichkeit erfordert starke

Persönlichkeiten im Rathaus.
Das lohnt sich für alle!

Mit freundlichen Grüßen

Mechthild Klett

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 10/2016 .

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