Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Grüne Infrastruktur mit hohen Qualitätsstandards und ausreichenden Ressourcen, Multifunktionalität, Kooperation mit Bürgern sowie eine verwaltungsinterne Vernetzung sind die aktuellen Schwerpunkte in der Debatte um das nun abschließend vorgelegte Weißbuch Stadtgrün.

Klingt einfach und plausibel, scheitert aber oft an den nicht vorhanden ressortübergreifenden Strukturen oder auch an der Abwehr von Bürgerwünschen, weil dies häufig mit einem hohen Aufwand verbunden ist. Manchmal werden auch Wünsche geäußert, die dem Grün schaden oder fachlich umstritten sind, oder einfach nicht der politischen Zielsetzung entsprechen.

Nichts weniger als eine Verwaltungsreform müsste diese Strukturschwäche aufheben. Wie dies geht, zeigt nun ein Beispiel aus Bayern. Da dort eine bereits konzeptionell ausgearbeitete Landesgartenschau mit einem Bürgerbegehren gekippt wurde, hat die zuständige Ministerin kurzerhand den Kabinettsvorschlag eingebracht, die Bewerbungskriterien und damit auch die Vergabeverfahren zu ändern. Nur wer eine intensive Bürgerbeteiligung vorweisen kann, hat Chancen auf Zuschlag für eine Landesgartenschau. Eine Verwaltungsreform wäre aber noch viel aufwändiger. Denn gleichberechtigtes Arbeiten etwa zwischen Grünflächenamt und Stadtentwicklung erfordert eine werthafte Gleichsetzung der Bereiche Bauen und Grün. Das nun verabschiedete Weißbuch Stadtgrün hat dafür Rückendeckung gegeben. Nun gilt es, diese auch vor Ort einzufordern.

Mit besten Grüßen

Ihre Mechthild Klett

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Stadt+Grün 06/2017 .

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